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RMX curated by Blank & Jones

 

Per Definintion ist ein Remix die Neuabmischung eines Titels auf Basis des Mehrspuroriginals. Die Wurzeln dazu liegen im Reggae wo Anfang der 70er Jahre das Dubbing eingefu?hrt wurde. Dafu?r wurde die Gesangsspur meistens komplett gelöscht und durch Hall- und Echoeffekte ergänzt.

Das englische Duo Pet Shop Boys brachte dann 1984 mit "Disco" das bis dato kommerziell erfolgreichste Remix Album auf den Markt. Hieran war ebenfalls besonders das sie bzw. ihr Produzent die Bänder zum grössten Teil nicht selber remixten sondern New Yorker Teams wie Shep Pettibone mit der Neubearbeitung beauftragten. Dieses Album hat alle nachfolgenden Produzentengenerationen wie uns, aber auch Stuart Price alias Jacques Lu Cont (wie er selber mal in einem Interview sagte) maßgeblich geprägt. Bis heute kann man die Pet Shop Boys wohl als visionäre Protagonisten dieses Genres bezeichnen, die immer ein Händchen für die Auswahl der richtigen Remixer hatten.
Natürlich steht ihnen Madonna ebenfalls in nichts nach; die allein durch ihre frühere Liason mit dem berühmten New Yorker Produzenten und Remixer Jellybean schon früh den Nutzen guter Remixe für sich entdeckte. Das Konzept dieser Platte ist ein weiterer Aspekt der Remix Kultur und stellt die Arbeit zwischen den Superstars in Form eines Remixes in den Vordergrund. Denn wo man früher eventuell über Duette oder eine gemeinsame Jam Session nachdachte, konnte in Form eines Remixes auf einmal ebenfalls eine fruchtbare Zusammenarbeit zweier Stars entstehen. Die sogenannten "Two Rooms" Sessions erlauben dem Remixer auf Basis des Ausgangsmaterials sich kreativ noch einmal komplett neu mit dem Song zu befassen. So ist es beispielsweise wahnsinnig spannend wie sich Moby an die Interpretation des OMD Klassikers "Souvenir" herangewagt hat oder was Goldfrapp aus dem Depeche Mode Klassiker "Halo" gemacht haben.

Aber starten wir doch am Anfang des Tracklistings:
Eric Prydz fiel den Pet Shop Boys bereits vor seinem großen Durchbruch mit "Call On Me" auf und sie beauftragten den nahezu unbekannten Produzenten mit dem dem Remix ihres Hits "Miracles". Da das Duo jedoch immer mehrere Neubearbeitungen in Auftrag gibt, werden in der Regel nicht alle Remixe  kommerziell zugänglich gemacht. Eine kleine Auswahl bleibt immer den DJ Promos vorbehalten. Genau das passiert auch dem Eric Prydz Remix, da er eben damals noch nicht so berühmt war. Wir halten diesen Remix jedoch für eine der besten Arbeiten des Schweden und haben alles in Bewegung gesetzt, um seine Version von "Miracles" auf dieser Sammlung nun erstmals auf CD bzw. digital zu veröffentlichen. Nicht nur ein Ohrenschmaus für alle Pet Shop Boys Fans!

Schlag auf Schlag geht es beim zweiten Song weiter: Robbie Williams gelang im Jahr 2008 eine der besten Veröffentlichungen seiner Karriere. Die großartige Vielfalt des "Rudebox" Albums verdankte er vor allem seiner Experimentierfreude mit Dance-Produzenten. Aber auch Mark Ronson, den Mann der zum Beispiel Amy Winehouse zu Weltruhm verhalf, konnte er für sein Album als Produzenten gewinnen. Das dieser auch einen großartigen Remix zu Robbie's Song "Lovelight" erstellte, wissen die wenigsten. Er räumte den Song auf, befreite ihn von überflüssigen Vocal-Parts und großen Streicher-Passagen, um am Ende einen unverschämt groovenden Track zu zaubern der selbst den größten Tanzmuffel zur Tanzfläche zitiert.

 

VÖ: 25.02.2011

Label: EMI Music

LC: 10794

Distribution: EMI

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