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IGLU & HARTLY

Von: CKLKH Fischer

Iglu & Hartly sind ein Phänomen. Vielleicht eines, das nach schnellem Aufstieg ebenso schnell wieder in Vergessenheit geraten wird, aber gerade jetzt haben sie das Momentum

IGLU & HARTLY

IGLU & HARTLY - & Then Boom

Iglu & Hartly sind ein Phänomen. Vielleicht eines, das nach schnellem Aufstieg ebenso schnell wieder in Vergessenheit geraten wird, aber gerade jetzt haben sie das Momentum – und die Wucht und Freude, diese fünfzehn Minuten Ruhm auch auszukosten. Gerade, weil ihre Musik irgendwie kauzig ist. Eigen. Diese Mischung aus Popmelodien, leichten Collegerock-Momenten und vor allem weißen Raps in einem Stil, den man aus gutem Grund nicht oft hört (erinnert sich noch jemand an die Zebraheads Nummer „Playgirl Of The Year“? Nein? Gut so!) Auf der Haben-Seite kommt ihnen eine Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit zu Gute, die die Verwirrung komplett macht.

Kennengelernt hat sich die Kernbesetzung aus Jarvis Anderson, Sam Martin und Simon Katz an der Universität von Boulder. Doch Erfolg erringt man an anderen Orten der Welt – so zogen sie nach Los Angeles und spielten sich dort bei über 200 Konzerten die Finger wund. Dabei zogen sie ausgerechnet die Aufmerksamkeit eines britischen Majorlabels auf sich. Die Single „In This City“ wurde noch interessiert aufgenommen, doch mit dem Album weiß die Welt eigentlich nichts anzufangen: Es steht immer die Frage im Raum, wie ernst man diese Musik meinen kann. Und wenn es ein Scherz ist, ist es ein guter? Alles nur Fake – oder sind sie ironieresistent? Ist „& Then Boom“ ein gutes Album?

Kaum vorstellbar... Aber dabei sollte man eines nicht vergessen – sie haben Fans, Fans die ihre Texte beherrschen und ihre Konzerte füllen. Doch allein, dass Iglu & Harty dieses Gefühl von Verwirrung erzeugen, macht sie interessant. Irgendwie. Wertvoll. Auf eine Art. Und gewisse Melodien bleiben auch hängen. Aus irgendeinem Grund. Aber was zur Hölle soll das eigentlich?

www.igluandhartly.com

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