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Gus Gus – neues Album & Tour!

Von: Karolina Anna Juchnik

Erlebe Islands Elektro-Wikinger am 1. Oktober im Kölner Stadtgarten!

Auf den ersten Blick könnte man meinen, jemand hätte das nordafrikanische Lieblingsgericht falsch geschrieben, dabei entlehnte das Musikprojekt aus Reykjavik seinen Bandnamen Rainer Werner Fassbinders Film „Angst essen Seele auf“. Zu Filmen scheinen die Isländer aber ohnehin eine besondere Verbindung zu haben. Weil einigen Künstlern der Dreh zu einem Kurzfilm namens „Pleasure“ einfach nicht ausreichte, formierten sie ihr ganz eigenes Ensemble aus Freunden, DJs, Dichtern, Regisseuren, Sängern, Schauspielern und Fotografen – mehr Multimedia in einer Band geht wohl nicht!

Bestand diese exzeptionelle Fusion bei ihrer Gründung 1995 noch aus bis zu zwölf Mitgliedern, unterliegt ihre Zusammensetzung seitdem einem ständigen Wandel. Mittlerweile scheinen die Musiker aber mehr Wert auf Qualität als auf Quantität zu legen und so stehen nur noch drei Namen, Veiran, President Bongo sowie DJ Herb Legowitz für jenen Export aus dem Land der Geysire. Ebenso musikalisch liegt die Konzentration nun auf einem Schwerpunkt. Ihr Debut-Album „Polydistortion“ verband noch Elemente diverser Richtungen wie Jazz, Rock, Downtempo, Jungle, bis hin zu Techno, und ließ sich von den Kritikern kaum klassifizieren. Auch in den weiteren Jahren machten sie durch ihre Stilbrüche, und das alles andere als konventionelle Songwriting, ihrem Namen alle Ehre. Abgesehen davon, dass wir sowieso von keinem Isländer jemals etwas Durchschnittliches erwarten würden, nicht wahr?! Aber schon ihr vierter Longplayer „Attention“ aus dem Jahr 2002 erzielte mit dem Hit „David“ nicht nur den bis dato größten Erfolg der Band, sondern ließ eine klare Eingrenzung des Genres auf Techno und House erkennen. Ein Jahr darauf tourten sie mit Moloko durch die Lande und neben den zahlreichen Eigenproduktionen sind Gus Gus zudem noch stets anderweitig aktiv.  Die Liste, der von ihnen remixten Künstler wie unter anderem Björk, Depeche Mode, Moonbootica und unsere eigenen Elektro-Veteranen Kraftwerk wächst und wächst.

Das sechste und soeben frisch aus der Produktion geschlüpfte Studioalbum „24/7“ umfasst dagegen gerade mal sechs Tracks, die allesamt einer Linie folgen. Techno- und Elektro-Beats gespeist mit dancetauglichen Rhythmen dominieren ihren neuen Sound. Sie wirken reifer und entschiedener und so wundert es nicht, dass „Kompakt Records“, das Kölner Techno-Label schlecht hin, ihr neustes Werk am 14. September diesen Jahres veröffentlicht. Das Video zur ersten Single „Add this song“, welche schon seit Juni in den Plattenläden erhältlich ist, feierte übrigens ebenfalls bereits am 31. August Premiere.

Passend zu diesem gegenwärtigen Release starten Gus Gus im Oktober ihre „Komm tanz mit mir“ – Tour und sogleich der Auftakt bringt sie mit ihren Plattenkoffern in die Gefilde unseres Kölner Stadtgartens. Support erhalten sie von ihrem Landsmann „Oculus“ alias Fridfinmur Sigurdsson, welcher dank seiner einzigartigen Live-Auftritte unter den dortigen Clubgängern längst zum Geheimtipp geworden ist. Die Bühnenauftritte der dreiköpfigen Kombo zeichnen sich durch eine ganz eigene Atmosphäre aus. Meistens erlebt man sie auf einer Bühne mit allerlei elektronischem Gerät und einer Kinoleinwand im Hintergrund. Auf dieser werden dann sowohl Dias, als auch Animationen projiziert, welche den fesselnden Effekt ihrer Musik unterstützen und das Publikum in eine Gus Gus-Welt eintauchen lassen.

Los Leute, folgt also ihrer charmanten Einladung und schwingt ein Tanzbein mit ihnen!

Im Folgenden die Tourdaten:

01.10.2009:    Köln          (Stadtgarten)
02.10.2009:    Berlin        (Berghain)
06.10.2009:    Frankfurt   (Batschkapp)
07.10.2009:    Dresden    (Scheune)
08.10.2009:    Leipzig      (Distillery)
09.10.2009:    Hamburg   (Neidclub)   

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