BEN KLOCK
Die letzten Monate waren abenteuerlich für Ben Klock. Seit mehr als zehn Jahren steht der Berliner an den Plattentellern und mindestens genauso lange produziert er elektronische Musik.
Die letzten Monate waren abenteuerlich für Ben Klock. Seit mehr als zehn Jahren steht der Berliner an den Plattentellern und mindestens genauso lange produziert er elektronische Musik. Dennoch war 2008 das Jahr, in dem ihn die Technoszene erstmals flächendeckend respektvoll beäugte.
Als Resident-DJ des Berghains, der ultimativen Kathedrale unter den Technoclubs, spielte er sich in die Herzen kompromissloser Raver. Als Produzent schenkte er ihnen obendrein Grooves mit rohem Maschinensoul. Das auch viel an ihn zurückgegeben wurde, spürt man nun seinem herausragenden Debütalbum ”One” an. Eine Technoplatte voller Emotionen, die real gefühlt werden müssen, um sie mit solch nachhaltig wirkender Vehemenz zu verdichten. Deshalb klingt die Atmosphäre seines Longplayers auch nach dem Ort, an dem Klock alles spürt, an dem er Inspirationen sammelt und an dem er selbst oft dafür sorgt, dass die Seelen der Tänzer leuchten: dem Berghain. Jenem eckigen Klotz aus Stahl und Beton, zu dessen Pforten jedes Wochenende Menschen aus allen Teilen der Welt pilgern, um pure Technokultur in all ihren Facetten zu erleben.
Klock hat den Zauber hinter den Mauern des Clubs nun in rauen Techno, deepen Ambient und minimalistische Melodien – in deren Mitte auch Pop Platz findet – gegossen. Ein Album, das es ohne den Berghain nicht geben würde. Denn der Club, seine Gäste und die Seele der Architektur hat sich tief in jeden der 13 Tracks eingeschrieben - transformiert durch die Sinne Ben Klocks, die elektronische Musik schreiben, deren sehnsüchtiges Raunen zwischenweltliche Atmosphären von magischer Attraktion erzeugt. Das verführerischste Technogeschenk des jungen Jahres.
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