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Zombies Hell's Ground

Von: Jean Lüdeke



Pakistan klingt irgendwie nach Indien und damit assoziiert ein jeder gerne im filmischen bereich Bollywood. Und Bollywood macht glücklich, wie es so schön heißt. Doch statt bonbonbunter Bilder euphorisch, -erotisch zappelnder Musen, bekommt der Gore Fan hier den Trash vom Feinsten serviert:
Statt getanzt und gesungen wird hier gerne mal ein kräftiger Happen von ein frischen Menschen-Eingeweiden gekostet. So ist er eben, der typisch atypische Backwood-Horror-Stil aus dem fernen Armenland. Fünf Teenager belügen Mammi und Papi, um einem Rockkonzert beizuwohnen, auf dem Pakistans berühmteste Band spielen sol. Sie verlassen die nette und hübsche Vorstadt von Islamabad und wagen sich hinaus aufs Ländliche. Doch was die fünf jungen Leute dort finden, ist kein R&B, sondern bissige Brust und blutige Bauchdecken-Brocken. Denn sie müssen sich nicht nur blutgieriger Zombies erwehren, sondern werden auch noch von einem degenerierten, maskierten Mörder durch die desolate Einöde geschasst. Und auch in Pakistan sind diejenigen die Glücklichen, die zuerst ins trockene Gras beißen. Ein typischer Zombiefilm mit vielen, herrlich untalentierten Laiendarstellern, einer bekannten Rahmenhandlung, aber auch eine exzellente Filmatmosphäre die nur Dunkelheit, Gedeih und Verderben verheißt. Genrefreaks werden hier wieder einmal auf ihre Kosten kommen. Und ganz im Sinne der archaischen Backwood-Splatter schickt Regisseur Omar Khan seine muntere Crew auf einen horriblen Trip ins angsterfüllte Emotions-Chaos. Nett dabei ist eine politische Botschaft, nämlich Umweltverschmutzung, diesmal das gifthaltige Trinkwasser eines Flusses:  Die unappetitlichen Untoten waren nämlich einmal ganz normale Menschen vom land, die verseuchtes Aqua getrunken haben.  Dies geschieht unterschwellig, es tauchen Indizes auf den provinziellen Konflikt auf, In den News werden temporäre Berichte laut, in denen die verarmten Landeier  frisches Wasser postulieren. Vergebens, wie man schmerzhaft merkt.  Von staatlicher Hilfe aber fehlt jede Spur, klar, wie immer, wenn es um die Unterprivilegierten geht, sind halt nur kleine Leute vom lande, die aber nun ganz groß rauskommen, auf ihre eigene, doch recht unkonventionelle Art. aber wie. das Blut spritzt kilometerweit, die Einzelteile wirbeln durch die Gegend wie Konfetti. In der Tat: Pakistan weist die Problematik von Entwicklungsländern auf. Besonders massiv ist die Landflucht. Geringe bis kein Einkommen und Unterbeschäftigung in der Landwirtschaft zwingen viele Landbewohner aus unterentwickelten ländlichen Gebieten zum Umzug in die Städte untragbare hygienische Zustände und der Mangel an sauberem Wasser, in sehr vielen ländlichen Regionen, was die Ausbreitung von Seuchen wie Tuberkulose, Malaria und Hepatitis begünstigt. Unterernährung erhöht die Anfälligkeit für Krankheiten noch weiter. Wen wundert da noch ein solches Filmsujet?


Anbieter: Sunfilm

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