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Powder Blue

Von: Jean Lüdeke

Flash ist Pflicht!

Der der letzte Film von Patrick Swayze vor seinem leider viel zu frühen Tod im Jahre 2009. Wer den Ex-Dirty Dancer und „Ghost- Nachricht von Sam“- Lover einmal im langmähnigen Fokuhila-Ludenlook bestaunen will, sollte sich diesen großartigen Episodenfilm unbedingt anschauen: L.A. kurz vor Weihnachten. Doch es geht alles andere als christlich zu. Vor allem bei den vier Protagonisten des atmosphärisch stimmigen Krimidramas. Rose Jessica Biel) outet sich  Nacht für Nacht in einem Striplokal um sich die Kosten für den Krankenhausaufenthalt ihres komatösen Sohnes (Chandler Counterbury) leisten zu können. Dort lernt sie eines Nachts Ex-Knasti Jack (Ray Liotta) kennen, der an einer tödlichen Krankheit leidet und sich vor seinem Tod noch mit seiner Tochter aussöhnen möchte, die er seit 25 Jahren nicht mehr  durfte und konnte. Indes wird wird Roses entlaufener Hund von dem anämischen Bestatter Qwerty angefahren, aufgelesen und gepflegt. Oarallel dazu versucht sich der Ex-Priester Charlie (wieder genial: Forest Whitaker) gegen Bezahlung erschießen zu lassen, da er den seiner Meinung nach von ihm verschuldeten Unfall-Tod seiner Frau nicht verwinden kann. „I Hired a Contract-Killer“ ist sein Motto. Auf der Suche nach einem passenden Meuchler stolpert er in Owertys Bestattungs-Institut, um ihm einen fatalen Deal anzubieten. Dieser versucht ihm das Ganze jedoch auszureden. Mittlerweile entschließt sich Qwerty, nach anfänglichem Zögern, auf die Suchanzeige von Rose hin zu melden und ihr den Hund zurückzugeben. Bei der Übergabe fühlen sich beide sofort zueinander hingezogen. Der Beginn einer großartigen und leidlichen Lovestory. Charlie trifft derweil einen jungen Stricher, und bietet ihm sein Vorhaben an. Doch es kommt völig anders als geplant, und wieder einmal ist nichts, wie es scheint…

Keine Frage, Regisseur Timothy Linh Bui hat sich bei seinen großartigen Vorbildern namens „Magnolia“, „11:14"“, „Die Macht des Schicksals“ und vor allem bei „L.A. Crash“ kräftig und klug bedient. Hier wie dort treffen Einzelschicksale verdammt bedrückend und verflucht berührend aufeinander. Ein wunderbar desolat gefilmter, tiefgängiger Episodenfilm, der unter die Haut geht. Alles am Ende in diesem chick und düster fotografierten Film? Die Hoffnung stirbt zuletzt: Qwerty und Rose genießen ihre gemeinsame Zeit, während Billy eine Lungenembolie erleidet. Jack versucht sie zu finden, doch weder er noch das Krankenhaus können sie erreichen. Billy stirbt in dieser Nacht. Charlie träumt von seiner Frau und findet seinen Frieden mit Gott, dem er nun wieder als Priester dienen möchte. Jack ist in der Nacht vor dem Wild Velvet erfroren, hat jedoch alle Arztrechnungen beglichen und Rose die Flugtickets vererbtt. Er und Billy werden sich auf Wolke sieben wieder sehen. Charlie und Sally verabreden sich während Rose Qwerty einlädt, mit ihr die Tickets zu nutzen. Was will Frau/Man mehr?


Sunfilm Entertainment

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