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M.A.R.K. 13 Hardware

Von: Jean Lüdeke

Vor zwei Jahrzehnten eine kleine horrible und cinéastische Sensation, dieser apokalyptischer Schockhorror namens M.A.R.K. 13 – Hardware im Original Hardware. Regisseur Richard Stanley adaptierte die Story, oder wenigstens große Versatzstücke Teile daraus von „SHOK! Walter' s Robo-Tale Die Autoren Steve MacManus und Kevin O'Neill zeichneten sich wiederum aus der britischen Comicserie 2000 AD.

Wieder einmal ist die (filmische 9 Endzeit hereingebrochen das apokalyptische Finale eingeläutet, von Zivilisation kann keine Rede mehr sein. Aus dem Radio schmäht  der der zynische  Moderator Angry Bob (Iggy Pop) die Menschheit und Mo (Dylan McDermot) kehrt vom Schrottsammeln zurück. Im Gepäck hat er ein Geschenk für seine Freundin, die Künstlerin Jill (Stacy Travis). Es ist der Kopf eines defekten M.A.R.K. 13, ein sich selbst rekonstruierender, unzerstörbarer Killer-Cyborg. Nach Mo's Aufbruch am nächsten Morgen, verwandelt der vom Militär zur Bevölkerungsbegrenzung entwickelte Androide, Jills riesiges Atelier in ein Kriegsgebiet. Als erstes muss der perverse Nachbar Lincoln (William Hootkins) sein leben aushauchen, und während Mo verzweifelte Anstrengungen gegen den Stahlkiller unternimmt, hat Jills letzter Kampf schon lange begonnen, aber was für einer…

Richard Stanley, der unter Mitwirkung von Michael Fallon und Michael Apostolina (Script) konnte bei seiner mit runden 1,5 Mio US-Dollar teuren Endzeitvision vom Dasein nach dem atomaren gau nicht auf seine Wunsch-Kandidaten, Bill Paxton und Jeffrey Combs rekrutieren, Dafür kamen Dylan McDermott und John Lynch ins düstere Spiel. Besonders innovativ waren die desolaten, lebensbedrohenden  Rottöne des spannenden Action-Dramas, auch der Score von Musiker in Nebenrollen , dem m Nomaden Carl McCoy, dem Frontmann der Goth-Rockband Fields of the Nephilim, griffen auch Lemmy Kilmister von Motörhead, Paul McKenzie und Iggy Pop ins depro-wavige Elektro-Universum.

Keine Frage,  M.A.R.K. 13 gehört zu den bizarrsten und eindrucksvollsten postapokalyptischen Action-Schocker seit George Millers berühmten,, berüchtigten Mad Max., mit dem Mel Gibson bekannt wurde, und dem noch zwei Sequels gewidmet wurde. Das „Ende“ offenbart sich hier jedoch nicht als Krieg oder plündernde Horden, sondern ist das finale Produkt der Zivilisation selbst, mit ihrem wüsten Technokratismus und ihrer perfiden Dekadenz. Nicht nur für Nostalgiker und Fans wegen seines einzigartigen Ambientes, seinen eiskalten Bildkadren, wegen seines enervierenden Soundtracks ein wahrer Kulttipp- Da geht „richtig was ab“, würden jüngere Fans sagen. Und das in jeder Beziehung.


Anbieter: CMV Laservision

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