King of B Movie
Dieser Mann macht vor nichts halt und kennt kaum Grenzen: Um sein Lebenswerk zu retten, macht er vor nichts Halt: Erst lässt er sich bei einem Pornofilmfestival ehren um sich dann die Rechte an einer Serienkillerbiografie zu sichern - mit der Verpflichtung, den Stoff als Musical umzusetzen!
Runde 300 Movies hat er gedreht, doch keiner davon konnte auch nur annähernd Erfolg skontieren. Seine Kollegen aus dem Filmbusiness betrachten Morty Fineman (Jerry Stiller) mit seinen trashigen Low-Budget-Produktionen als verkannten Regisseur. Schließlich brachte er Geheim-Klassiker heraus wie "Die Öko-Engel". Darin kämpfen vollbusige Hippie-Damen militant gegen Umweltsünder. Doch egal, was der Filmemacher anfängt, zwei Jahre später macht es jemand in Hollywood nach und sahnt dafür bei der Oscar-Verleihung ab. Morty dagegen ist ständig pleite und versucht händeringend, sein Lebenswerk zu retten, bevor es verpfändet wird und er endgültig bankrott ist. Seiner Tochter Paloma (Jane Garofalo) und sein Assistent Ivan (Max Perlich) helfen ihm, seine Filme bei diversen Filmfestivals anzupreisen. Allerdings ohne sichtlichen Erfolg…
Eine schöne kleine parodierende Komödie um das harte Filmbuisiness, eine Ed-Wood-Karikatur auf teutonisch, Inside Hollywood mit Robert de Niro lässt hier schön grüßen. Was ist eigentlich ein sogenanntes B-Movie? Die traditionelle Definition bezieht sich auf ein Double Feature (2 Kinofilme in Folge bei einer Vorstellung), bei dem der Buchstabe B in B - Movie für das englische Wort "backend / back - end" steht. Oft wurde nach einem teuer produzierten Kinofilm (sogenannte Filme der Hollywood A - List) ein zweiter, billig Film gezeigt. Hier ist zu beachten, dass dies bis in die 20er Jahre zurückgeht und damals war die "normale" Länge eines Films ca. 60 bis maximal 80 Minuten lang. Die Kinobesitzer konnten so höhere Eintrittsgelder verlangen, da mit 2 Filmen eine Kinovorstellung ca. 120 Minuten dauerte. Durch die immensen neuen technischen Möglichkeiten der CGI-Computertechnik gelingt es heuer, mit geringstem Aufwand auch hochwertigere Movies zu produzieren, damit verwischen sich die Grenzen zwischen aufwändigeren Filmen und diesen Billig-Produkten endgültig. Es ging von Anbeginn bis jetzt um Themen, die im Mainstreamkino tabu waren. Das heißt nicht, dass sie von der Ideologie her wertloser sind. So steckt politische und soziale kritik in ihnen, wie in „Die Nacht der lebenden Toten“ („Night of the Living Dead“), „Godzilla“ und „Blutgericht in Texas“. Der Begriff C-Movie hingegen wird als Paraphrase für einen mit noch geringerem Aufwand als ein B-Movie hergestellten Film verwendet, wie zum Beispiel "Boa vs. Python" oder "Frankenfish"; hier kommt der Begriff Trash ("Schrott") ins Spiel. Aber Trash muß nicht immer Schrott sein…
Anbieter: Epix Media
