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In Meinem Himmel

Von: Wolfgang Prantl

Jacksons Waterloo

Flash ist Pflicht!

 

Mit verfilmten Mordfällen kennt Peter Jackson sich aus, hat er doch mit "Heavenly Creatures", noch vor seiner Blockbuster Karriere, einen wunderbaren Film dieses Genres geschaffen. 15 Jahre später wendet er sich nun mit der Verfilmung des Bestseller Romans "The Lovley Bones" diesem Thema erneut zu.

IN MEINEM HIMMEL erzählt die Geschichte der 14-jährigen Susie Salmon (Saoirse Ronan) aus einem Vorort in Pennsylvania. Nach ihrem Tod beobachtet sie aus dem Jenseits – einer Art Zwischenwelt – wie ihre Familie mit dem Verlust umzugehen lernt. Susie war von einem Nachbarn ermordet worden, ihre Leiche bleibt jedoch für immer verschwunden. Die Polizei kann nur erahnen, was mit ihr geschehen ist, und auch die Eltern müssen schließlich akzeptieren, dass sie ihre Tochter für immer verloren haben. Doch wie ist es zu erklären, dass Susies kleiner Bruder Buckley meint, seine Schwester gesehen zu haben? Und wieso ist sich ihr Vater so sicher, ihre Anwesenheit zu spüren? … Was mit einem schockierenden Mordfall beginnt, entwickelt sich zu einer spannungsreichen und visuell unglaublich innovativen Reise durch die Barrieren von Erinnerung, Liebe und Hoffnung bis hin zu einer überraschenden und emotionalen Abrechnung.

 

Peter Jackson war bisher ein Garant für tolles Kino. Egal ob No Budget Trash a la "Bad Taste" oder High End Hollywood Mainstream wie "King Kong", alle seiner Filme waren durch die Bank sehenswert. Mit "In Meinem Himmel" liefert er nun den mit Abstand schwächste Regiearbeit seiner bisherigen Karriere.Das Hauptproblem liegt darin dass Jackson sich nicht entscheiden konnte was für einen Film er denn eigentlich machen wollte.Der Mix aus Beziehungsdrama, Fantasy, Sozialstudie und Thriller erscheint einem so willkürlich und wahllos zusammengebastelt, dass man fast gewillt ist, die abgedroschene Weisheit "dieses Buch ist unverfilmbar" abzunicken. Der Film entlässt den Zuschauer mit einem Gefühl der Ratlosigkeit aus dem Kinosaal. Und dafür kann man nicht die vermeintlich schwierige Romanvorlage verantwortlich machen, sondern einen Regisseur der sich hoffnungslos in seinem ambitionierten Projekt verlaufen hat.

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