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Immigrants

Von: Jean Lüdeke

L.A. Dolce Vita



Schräg, schrill und schön schrecklich: Wie Abertausende von Immigranten träumen auch Vlad aus Russland und sein bester Freund Joska aus Ungarn von einem neuen Leben im land der begrenzten Unmöglichkeiten. Sie darben in Hollywood in dem schmuddeligen  Apartmenthaus Vista del Mar mit einer kunterbunten Schar an Nachbarn, darunter Falco aus Mexico, Herrn Chea dem China-Imbiss-Besitzer, Nazim der pakistanische Atomwissenschaftler als jetziger Busfahrer und Mr Spit, einen alten schwarzen Luden. Vlad und Joska. die beiden sympathischen Paradechaoten wollen natürlich viele Dollars verdienen und schöne Frauen abschleppen. Und um dieses hehre Ziel zu erreichen, kommen sie auf bizarre Ideen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten geraten die beiden in jede Menge Schwierigkeiten und Abenteuer.

Keine Frage, der Macher Gabor Csupo realisierte einen eher klassischen Zeichentrick-Spaß mithilfe der Produzenten von “Die Simpsons” und “Rugrats”. Diese enge Wesens-Verwandtschaft ist dementsprechend deutlich zu sehen, manifestiert in verqueren Charakteren und einem ähnelnden Zeichenstil. “Immigrants – L.A. Dolce Vita” ist ebenso technisch ausgereift, kann  qualitativ überzeugen. Die Meßlatte sollte jedoch nicht mit jener der Simpson verglichen werden, denn hier tollen andere Anarcho-Charaktere durch ein farbenfrohes Personen-Panorama.
Die Klasky Csupo Incorporation. ist eine Multimedia-Unterhaltungs-Produktionsfirma in L.A. Die Firma wurde gegründet vom Künstler und Produzenten Arlene Klasky und dem Hauptanimator Gabor Csupo. Die beiden sind besonders bekannt für ihre Cartoonserien, die sie für Nickelodeon produzierten, wie zum Beispiel Rugrats, Rocket Power und Expedition der Stachelbeeren. Klasky Csupo produzierte auch die ersten drei Staffeln der populären Fernsehserie Die Simpsons.

Realer Hintergrund: Der U.S. Citizenship and Immigration Service (USCIS) schätzt, dass etwas 5 Millionen illegale Einwanderer in den USA leben, und diese Zahl steigt um ca. 275.000 pro Jahr. In den USA geborene Amerikaner und legale Einwanderer sind besorgt wegen des Problems der illegalen Einwanderung. Sie befürchten, dass illegale Einwanderer (auch "illegal aliens" genant) anderen, vor allem jüngeren und Angehörigen von Minderheiten, Arbeitsplätze wegnehmen. 1986 hat der U.S. Kongress die Einwanderungsgesetze überarbeitet um das Problem der illegalen Zuwanderung in den Griff zu bekommen. Viele Illegale, die schon seit 1982 im Land waren, konnten ihren Status legalisieren lassen und somit auf unbegrenzte Zeit in den USA bleiben. Schon 1990 haben fast 900.000 Menschen von dieser Gesetzesänderung Gebrauch gemacht und sind nun legale Einwanderer. Das neue Gesetz beinhaltet auch strengere Maßnahmen, um die weitere illegale Einwanderung einzudämmen.

Anbieter: Sunfilm Entertainment 

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