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House

Von: Jean Lüdeke

Ein sehr bizarrer und eigentümlicher Film des Terrorfilmgenres: Jack und Stefanie, ein junges Paar havarieren auf einer entlegenen und suchen vor dem Regen Schutz in einem alten Landhotel. Das alte Gebäude wird von einer seltsamen Frau Ihrem und irrsinnigen Sohn geleitet, bis auf ein weiteres gestrandetes Paar gibt es keine weiteren Gäste. Die vier müssen nicht nur gegen grauenhafte Visionen aus Ihrer Vergangenheit kämpfen, sondern stehen auch einem maskierten Psychopathen gegenüber der ein brutales Spiel mit Ihnen spielt. Bis Sonnenaufgang muss einer sterben, dann können die andern drei gehen, falls nicht müssen alle Ihre Leben auf schrecklichstes Weise verlieren.

Durchweg gängige Genreunterhaltung mit bizarrem Touch; sehenswert dabei vor allem, wie allmählich eine tödliche Bedrohung in braunerdigen Dunkelräumen aufgebaut wird. Michael Madsen als zwielichtiger Sheriff bedarf keiner großen Beschreibung, der A-Klasse- Schauspieler („Reservoir Dogs“) ist für derart ambivalente Rollen geradezu prädestiniert. Der sogenannte Terrorfilm ist mittlerweile ein Subgenre des Horrorfilmwesens. Es läuft stets nach ähnlichen Mustern ab: Eine Familie, Teen und Twens begeben sich in die Einöde, Hotel, Campingplatz und geraten an die Rednecks. Das kann so unästhetisch sein wie in Rob Zombies The Devil Recects oder The Hill have Eyes: Muß aber nicht unbedingt immer derart dramaturgisch aufgebaut sein. Eine jugendliche Clique, ein Ehepaar begibt sich auf eine zunächst idyllische Reise in die Wildnis, in die Wüste, in unwegsames Gelände. Dann erleidet die frivole oder auch zerstrittene Reisegesellschaft („Motel“) die Panne, Frau/Man muß irgendwo rasten, und der Terror in jedweder grausamen Form beginnt.

 Diese Machart ist jedoch alles andere als neu, bereits in den 70iger Jahren schockte vor allem die  italienische mit diesem Trend, namens Giallo. Kein eigenes Genre in dem Sinne, sondern ein Derivat des Killerfilms. Hier waren Dario Argento und Mario Bava die Vorstreiter. Sie manierierten jene Filmgattung, die eines perfide verband: Sex und Gewalt. Im Mittelpunkt des Plots stehen oftmals Serienkiller, deren Missetaten nach der eisernen Regel von oftmals bizarren sexueller Pathologie stehen. Bei den Opfern handelt es sich häufig um attraktive Frauen. Das erinnert natürlich sofort an Alfred Hitchcocks berühmt-berüchtigter „Psycho“ mit Anthony Perkins. Der Giallo wird aber auch erden als Vorläufer des amerikanischen Schlitzerfilms gedeutet. So bestätigten namhafte Regisseure wie Bava und Sean S. Cunningham eine direkte Verbindung ihrer Werke zu Produktionen von Mario Bava, insbesondere aufgrund der legendären Edgar Wallace-Filme.



Anbieter: Sunfilm

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