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Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile

Von: Jean Lüdeke

Noch schneller, noch schräger und noch schöner, wenigstens, was die Optik dieses Selbstläufers betrifft. Dominic Toretto (Vin Diesel) hat es in die schöne Dominikanische Republik verschlagen. Mit Freundin Letty (Michelle Rodriguez) hat er sich darauf spezialisiert, in rasanten Manövern Tanklastzüge zu überfallen. Doch die Behörden sind ihm wieder einmal dicht auf der Stoßstange. Und so muß der freiwillige Organspender Diesel, wenigsten, was sein Fahrstil vermuten lassen könnte, eben für einige Zeit in Panama untertauchen. Bald erreicht ihn die schlechte Nachricht über Letty´s Tod. Er reist zurück in seine alte Heimat Los Angeles und trifft dort wieder auf FBI-Agent Brian O´Connor (Paul Walker). Zusammen wollen sie das Drogenkartell des einflussreichen Gangsters Braga (John Ortiz) hochnehmen. In dieser Organisation vermutet Dom auch den Mörder von Letty. Aber diesmal haben es die toughen Guys mit sehr toughen und gnadenlosen Gewaltverbrechern zu tun, die auch ganz gut in PS-Boliden unterwegs sind. Zeitlich einzuordnen ist Fast & Furious zwischen dem zweiten und dem dritten Teil, deshalb ist er halb Sequel und halb Prequel.

Nach zwei frisierten Safaris  nach Miami (2 Fast 2 Furious) und Tokio (The Fast and The Furious: Tokyo Drift) kehrt man nicht nur dem sonnendurchfluteten  L.A. und an die kalifornisch-mexikanische Grenze zurück, sondern holte mit Vin Diesel, Paul Walker, Jordana Brewster und Michelle Rodriguez auch wieder die ursprüngliche Besetzung, die Originalteile in die Fahrerkabinen. Das wirkt sich aus. Was die sehr schon computergenerierte Raser-Action angeht, ist diese Sequel eine wahre, vor allem ewig spannende Augenweide. Es knallt, kracht und scheppert in jeder Filmminute, die Motoren röhren, so dass „hallo Auto“ wieder wahrscheinlich einen wahren Zustrom von Suizid-Aspiranten verbuchen wird. - The Fast and the Furious erzählte in der Grundkonstellation eine ähnliche Story wie einstens Kathrin Bigelows Gefährliche Brandung, mit einem unvergesslichen Patrick Swayze und Keanu Reeves. Klar, das Drehbuch ist sicherlich kein Oscaranwärter, aber darauf kommt es der Hochgeschwindigkeits-Klientel auch bestimmt nicht an. Es ist einfach ein schön anzuschauendes, schnelles und packendes Movie zum Aggressionsabbau und/oder abschalten. Denn neben unzähligen, getunten US-PS-Bomben gibt es noch krimieske Elemente, gilt es doch einen Mörder zu fangen. Daneben kommt das Hauptthema, Männer, Mädels und vor allem Motoren natürlich nicht zu kurz. Gas-Freaks, Boxen-Luder und Blechberge für den Schrotthändler gehören eben zum Motorsport, auch wenn er hier im illegalen Bereich fröhliche Urstände feiert.



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