Eine Hochzeit und andere Kuriositäten
Der polnische Film „Eine Hochzeit und andere Kuriositäten“ aus dem Jahre 2004 erscheint nun über Epix media auch in Deutschland endlich auf DVD. Der Begriff Hochzeit, bedeutete ursprünglich „Festzeit“ und bezeichnete jedes hohe christliche Fest, also auch Ostern, Allerheiligen oder Weihnachten. Mittlerweile hat sich der Begriff auf die Bedeutung der Eheschließung reduziert. Hochzeit betont die Ausdrucksformen der Feiern anlässlich einer Heirat.
Heute wird die Hochzeit oft ein Event, das mit großem organisatorischem Aufwand verbunden ist. Die Vorbereitungen bringen jede Menge Aufregung und Stress mit sich. Wer sich das Ja-Wort gibt und nicht nur im sehr kleinen Kreis heiraten will, sollte früh mit der Planung beginnen. Die Vorbereitungen reichen von der Einladungsliste über die Location-Suche bis hin zum Ablauf und der Inszenierung des Festes an sich. Und das in einer sehr eigenen, modifizierten Filmform: Absurd, grotesk, schrill und amüsant zugleich, dieser erfolgreiche polnische Streifen über den bevorstehenden Bund fürs leben. Kaskas (Tamara Arciuch) und Janusz (Bartlomiej Topa) Heirat steht unter keinem guten Stern. Möchtegern-Pate und Vater der Braut, Wieslaw Wojnar (Marian Dziedziel), möchte seiner Tochter den unvergesslichsten Tag in ihrem Leben bescheren. Leider ist das Hochzeitsgeschenk, ein Audi TT, geklaut, die Kapelle weigert sich zu spielen, das Essen ist fürchterlich, und zu allem Überfluss taucht auch noch die wahre Liebe der Braut auf dem Fest auf. Der Preis, den der geizhals Vater zahlt, um seine Tochter unter die Haube zu bringen, steigt ins Unermessliche, als die Feier kein Ende findet. Der Wodka fließt in Strömen und jeder, angefangen bei den Dorfpolizisten über die Kapelle bis hin zu den zwielichtigen Gangstern, möchte seinen kleinen Beitrag leisten.?Der internationale Festivalhit von Newcomer Wojciech Smarzowski ist bis dato einer der erfolgreichsten polnischen Filme überhaupt.
Wojciech Smarzowski ist Kameramann, Drehbuchautor und Filmregisseur. Geboren 1963 in Korczyna. Er studierte Filmwissenschaften an der Jagiellonen - Universität in Krakau und Kameraführung an der bekannten Filmhochschule in Lodz. Nach seinem Abschluss drehte er zunächst unzählige Musikvideos. Für sein Video zu „To nie byl film“ der Gruppe Myslowitz wurde er mit dem Musikpreis der Polnischen Schallplattenindustrie, dem „Fryderyk“ abelohnt. Außerdem inszenierte er Theateraufführungen für das Polnische Fernsehen: Außerdem arbeitet er als Kameramann, Drehbuchautor und nun als hochbegabter Filmregisseur, wie dieser Film beweist. Entstanden ist eine amüsante Kuriositäten– Komödie mit bissigen Seitenhieben auf die zeitgenössische polnische Gesellschaft und deren Umgang mit Geld.
Anbieter: Epix Media

