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Die Echelon Verschwörung

Von: Jean Lüdeke



In seinem Hotelzimmer in Bangkok findet der junge Ingenieur Max (Shane West) ein fremdes High-Tech-Handy mit wundersamen Fähigkeiten. Mysteriöse Nachrichten verraten Max wie er im Casino ein Vermögen gewinnen kann. Doch die Freude über das Gadget währt nur kurz, denn noch ahnt Max nicht, dass eine fremde Organisation hinter ihm her ist. Gejagt von Spionen, Killern und einer mysteriösen Femme Fatal, hetzt Max rund um den Erdball, auf der Suche nach den Drahtziehern hinter der Verschwörung.

Ein heißes und kontroverses Thema: virtuelle Welten, Internet, Telekommunikation, Datentransfer und Überwachung, dieser Thriller fokussiert macht und Macht-Mißbrauch von Kommunikation und Manipulation schlechthin. Schon lange und auch jetzt eine neuralgische Thematik, an der sich die Geister scheiden und stets scheiden werden. Sicherheit oder bloße Observierung? Das ist auch hier die große Frage. denn mithilfe der SMS-Nachrichten und der bedrohlich visualisierten Bilder baut diese DVD-Premiere eine unbehagliche und angsterfüllte Atmosphäre permanenter Gewalt und Bedrohung auf, in deren Schaltzentrale ein anonymer Despot hockt, der seine Massenopfer dank kontrollierter Datenströme missbraucht. Griffige Action, saubere darstellerische Leistungen und ein ewig akutes Thema machen diesen Thriller zum unterhaltsamen Sehvergnügen.

Verbraucherschützer kritisieren immer wieder die Gesetzeslage: Täglich neue Skandale um Datenmissbrauch: Unlängst wurde bekannt, dass beispielsweise CDs mit rund 17 000 persönlicher Datensätze in Schleswig-Holstein aufgetaucht sind: Immer mehr Skandale um Missbrauch persönlicher Daten werden publik. Verbraucherschützern gelang es, innerhalb von zwei Tagen persönliche Daten von sechs Millionen Bundesbürgern zu erwerben, darunter allein vier Millionen mit Kontodaten. Dafür habe man 850 Euro bezahlen müssen, meldete unlängst die Tagesschau. Übrigens: Die Bundesregierung lehnt eine explizite Aufnahme des Datenschutzes ins Grundgesetz ab und stellte sich damit gegen vehemente Forderungen der Grünen. Eine Sprecherin des Innenministeriums betonte, im Grundgesetz sei der Datenschutz bereits verankert, etwa beim Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Das Ziel des  Datenschutzes wird so definiert: Der Einzelne soll geschützt werden, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinen Rechten auf Informations-Freiheit nicht beeinträchtigt wird. Datenschutz steht für die Idee, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst entscheiden kann, wem wann welche seiner persönlichen Daten zugänglich sein sollen. Der Datenschutz will den gläsernen Menschen verhindern. Wie effizient das de facto praktiziert wird, demonstriert die die tägliche Praxis.

Anbieter. Koch Media

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