Delictum - Im Namen des Herren
Ein intelligent konzipierter Streifen von Elio Quiroga mit magischen Effekten: Mit diesem Film ist ihm auch der Durchbruch außerhalb seiner Heimat gelingen, denn "Delictum" ist eine der cleversten und gleichzeitig horribelsten Produktionen seit längerer Zeit. Francesca und Pedro ziehen mit ihrem Baby in ein altes Anwesen, im Besitz der katholischen Kirche befindlich. Francesca, die seit dem Tot ihrer Tochter Rosa vor 10 Jahren in psychischer Behandlung muß, hört nächtens in diesem düsteren Haus seltsame Geräusche und beängstigende Schreie. Pedro glaubt, dass ihre Nerven verrückt spielen und gibt bald das Baby zu seinen Eltern. Nur Miguel, ein Psychiater und Jesuit, der für die Kongegration der Heiligsprechungsprozesse arbeitet, ist von der Echtheit ihrer Visionen voll und ganz überzeugt. Gemeinsam gehen sie dem Phänomen auf den Grund. Hierzu dringen sie in verschlossene Archive des Vatikans ein und kommen einem grauenhaften, archaischen Geheimnis auf der Spur, einem Verbrechen, welches im Namen des Herrn verübt wurde….
Regisseur Elio Quiroga hat mit „The Cold Hour“ bereits bewiesen, dass er durchaus imstande ist, mit einfachen Mitteln Spannung und Atmosphäre zu kreieren. Durch eine sehr eigene, spezielle Filmtechnik, die die Kongegration einst zur Untersuchung von mysteriösen Heiligen- Erscheinungen verwendet, hat es Delictum ermöglicht, übernatürliche Phänomene effektvoll auf Film zu bannen. Insbesondere die sanft gruseligen Geistererscheinungen im Haus sind sehr effizient umgesetzt, so dass vor allem Geister- und Gruselfans voll auf ihre Kosten kommen werden. „Delictum“ heißt übrigens übersetzt das „Vergehen“ und/oder „Verbrechen“. Nichts beschäftigt, fasziniert und stößt die Menschen gleichzeitig ab sehr wie übernatürliche Phänomene und Erscheinungen. Eine Vielzahl von rätselhaften Phänomenen bringt die Welt immer wieder zum Erstaunen. Hier ein paar beispiele: Im Juli 1998 wurde in der südaustralischen Wüste ein 4,5 km langes Abbild eines Aboriginees entdeckt. Kinder weinen Tränen aus Kristall, Steinen oder Dornen, ein junger Filipino lässt Bilder von Jesus, Maria und Heiligen auf Rosenblättern entstehen. Marien- und Christusbilder entstehen auf wundersame Weise auf Gebäuden, Fenstern und anderen Gegenständen. In hinduistischen und moslemischen Ländern finden Menschen heilige Zeichen, die von Samen und Kernen in Obst und Gemüse gebildet werden. Eine Indianerin aus Arizona verströmt seit einer Fasten-Periode Öl, das auch von den Decken, Wänden, Fenstern und Spiegeln ihres Hauses läuft. Ein junges Mädchen aus Russland hat einen Röntgenblick, ein junger Inder schaut stundenlang in die Sonne, ein russischer Junge erkennt im Spiegel Krankheiten. Besonders heilsam können aber christliche Erscheinungen sein, wie Lourdes beispielsweise beweist…
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