Crank 2
High Voltage
Jason is back at his best: Noch schneller, noch schlimmer, noch schöner: Chev Chelios (Jason Statham) hat natürlich den freien Fall aus über 4.000 Metern locker überlebt. Die tolldrastischen Triaden flickten ihn zusammen, um an sein Herz zu gelangen. Dieses soll dem 100jährigen Boss (genial: die kürzlich unter mysteriösen Umständen verstorbene Kung-Fu Fighting-Ikone David Carradine als lüsternes und sabberndes Sackgesicht) eingepflanzt werden. Die Op ist schon sehenswert genug in diesem rasanten und respektlosen Sequel. Zum Glück waren seine anderen Organe ebenfalls intakt, so daß man dem barhäuptigen Superhelden und Vorzeige-Womanizer ein Hightech-Herzchen spendierte. Das muss aber - um der durchgeknallten Dramaturgie wegen - in regelmäßigen und allzu knappen Abständen wieder aufgeladen werden. Man kann sich unschwer vorstellen, auf welche Art und Weise. Nebenbei hat der im wahrsten Sinne des Wortes Ausgeraubte den asiatischen Superganoven Johnny Vang (Art Hsu) stets auf den Versen, der wiederum als Kurier mit seinem eigenen Organ in einer atemberaubenden Jagd durch die Landschaft tollt
Im kurzen Abstand drehte Statham im Stakkato-Tempo Death Race, Transporter 3 und nun Crank 2: High Voltage. Keine Frage, er gilt zurzeit als einer der Actionheroen in Hollywood. Und was an an Dynamik an Typisierungen, an High Energy, Blut und Silikon in einer Symbiose aus James Bond auf LSD und Frankenstein in der Brunftphase überraschend auf den Zuschauer hereinschmettert,, ist eigentlich unbeschreiblich. So schräg schön, so dämlich gut und diabolisch degeneriert, dass auch dieser Actioner wieder ein Knüller auf dem Silberling wird, wahrscheinlich noch kassenträchtiger als sein Vorgänger. Warum? In der Tat haben es die Filmemacher geschafft, noch mal das aberwitzige Tempo aufzutunen. Und für Kritiker obendrein eine schwierige Aufgabe, dem kranken Typen in einem noch kränkeren Streifen gerecht und ungerecht zu werden. Der Tod ist nämlich so billig in diesem Film, eine reine Attitüde, weil er keinem das Leben, wie man es hier nennen kann, kostet. Wo andere Regisseure aufhören, schlagen Mark Neveldine und Brian Taylor am Ende noch einen Doppel-Loop. Auch technisch: Ähnlich wie beim Prequel lag das das Budget bei runden 20 Millionen US-Dollar. Um die Kosten dennoch irgendwie „niedrig“ zu halten, wurden semi-professionelle HDV-Kameras sowie eine einfache HDV-Kamera verwendet. Daher gemahnt dieser schizophrene Kultstreifen teilweise eher an ein Videospiel denn an einen abendfüllenden Film. Und in dem geben sich in kurzen Cameos unter anderem folgende Stars die klinke in die Hand: Der ehemalige Kinderstar Corey Haim , die Pornodarsteller Jenna Haze und Ron Jeremy, Linkin-Park-Frontmann Chester Bennington sowie Tool-Sänger Maynard James Keenan, Keith Jardine und auch Ex-Spice-Girl Geri Halliwell als Chev Chelios' Mama…
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