Contract Killers
Der/die Killerin ist eine aus dem Englischen entlehnte Bezeichnung für einen Auftragsmörder. Im Englischen bezeichnet „Killer“ eine zumeist gewohnheitsmäßig mordende Person. Auch Tiere werden mit diesem Begriff personifiziert. Wohl in Anlehnung an „Killer Cell“ und „Killer Shark“ hat das Wort im Deutschen auch weiter schöpferisch gewirkt und zu einigen Wortneubildungen geführt wie „Killerspiel“. Killer sind ein beliebtes Sujet in reißerischen Romanen, Filmen, Videospielen und auch Boulevardzeitungen. Und Killer sind stets ein beliebtes Filmthema, weil sie so wunderbar klischeebeladen sind, es sind Außenseiter, Einzelgänger, Psychopathen oder Profis:
„Es gibt keine größere Einsamkeit als die eines Samurai, außer vielleicht die eines Tigers im Dschungel.“ Mit diesem fiktiven Zitat aus den Büchern des Bushid? begegnet der Zuschauer Jef Costello (Alain Delon), der einsam in seinem spärlich möblierten Apartment liegt. Er ist „Der eiskalte Engel“, einer der berühmtesten Filmkiller überhaupt. Diesmal geht es um eine feminine Auftragsmörderin, um eine durchtrainierte Dame, mit der nicht zu spaßen ist: Jane Bradford („Frida Farrell, „Stiletto“) ist eine Auftragskillerin, engagiert von der CIA, aber nicht als offizielle Mitarbeiterin. Eines Tage muss sie feststellen, dass ihr Auftraggeber sie offenbar loswerden will. Die Frau, die ihr ganzes Leben, sogar ihre Identität, aufgegeben hat, um der zweifelhaften Organisation zu dienen, wird plötzlich zur Gejagten! Sie flüchtet in die Karibik, doch ihre Killer sind ihr stets dicht auf den Fersen. Langsam entdeckt sie, dass die Jagd auf sie Teil einer riesigen Verschwörung ist, deren Wurzeln bis in höchste Regierungskreise reichen. Jane braucht Hilfe, aber wer wagt es, sich auch nur in die Nähe einer Tötungs-Spezialistin zu begeben?
Gängige Genrekost nach bewährtem Handlungsmuster, eingebettet in eine actionreiche Revenge-Story: Für Freunde bleihaltigen Amüsements eine kleine Geheimempfehlung. Übrigens: Auftragsmord durch das organisierte Verbrechen war und ist in Deutschland – im Gegensatz etwa zum organisierten Verbrechen in Russland, Italien und den Vereinigten Staaten – ein höchst seltenes Phänomen. Schon zu den Zeiten der Berliner „Ringvereine“ der Weimarer Republik bildeten Auftragsmorde die absolute und auch im Milieu meist missbilligte Ausnahme. Traurige Berühmtheit, die ihn sogar auf die Titelseite des Spiegels brachte, erlangte in der Bundesrepublik Deutschland der Auftragsmörder Werner „Mucki“ Pinzner. Ein grausames Finale: Pinzner, der in den Machtkämpfen des Hamburger Kiez in den frühen 80er Jahren verschiedene Auftragsmorde begangen hatte und schließlich ertappt worden war, tötete während der Vernehmung im alten Hamburger Polizeipräsidium am 29. Juli 1986 seine Frau Jutta und den Staatsanwalt Wolfgang Bistry und beging daraufhin Selbstmord.
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