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Cargo

 

Weltraum-Horror

 

Ein apokalyptisches Szenario: Seit dem gigantischen Öko-Kollaps der Erde darbt der grösste Teil der Menschheit im All, und zwar in hoffnungslos überfüllten Raumstationen. Die einzige Hoffnung, diesem tristen Chaos zu entrinnen, ist RHEA, ein paradiesischer Planet. Der ist aber  5 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die unheimliche Story dieses SciFi-Actioners spielt auf dem lädierten Raumfrachter Kassandra ab, der recht verwaist auf dem beschwerlichen Weg zur weit abgelegenen Station 42 ist. Die junge Ärztin Laura ist als einzige irgendwie am leben, der klägliche Rest der Besatzung dümpelt leider schockgefroren im Kälteschlaf. Erst in vier Monaten wird Laura ihre lange Schicht überstanden haben. Während ihrer täglichen Kontrollgänge durch das gespenstisch leere Schiff hat Laura mehr und mehr den verdacht, nicht alleine an Bord zu sein. Eine Erkundungsmission in den dunklen und eiskalten Frachtraum endet in einem Fiasko. Der Rest der Besatzung wird geweckt. Ein Katz- und Mausspiel beginnt, in welchem nichts so ist, wie es äußerlich anmutet. Was verbergen wohl die ominösen Frachtcontainer und wer schleicht sich noch durch die endlosen Gänge und Schächte des monströsen Frachters?

Mit einem vergleichsweise minimalen Budget von läppischen vier Millionen Dollar produziert, kommt dieser ruhige Weltraum-Thriller packend, aber eher elegisch daher. Für Fans und Freaks realistischer Zukunfts- Horror-Kost ein absolutes Must See-Erlebnis. Abgerundet wird das schön düstere Bild von überraschend engagiert aufspielenden No Name-SchauspielerInnen. Mit von der packenden Höhenpartie ist der 54jährige deutsche Ausnahme-Interpret Claude-Oliver Rudolph: Schauspieler, Produzent, Drehbuchautor und Filmregisseur in Personalunion. Er ist der gern engagierte Film-Fiesling schlechthin, ob Allround-Klopper, Disco-Rausschmeißer oder Parade-Lude. wenn ein authentischer Typ für das Grobe gesucht wird, hat man in ihm den absolut Richtigen gefunden Der untersetzte Träger des Schwarzen Karate-Gürtels fackelt nie lange, und seine pockennarbige Physiognomie spricht Vorsicht signalisierende Bände. Von keinem Geringeren als Rainer Werner Fassbinder wurde Rudolph engagiert und spielte die Hauptrolle in dem Theaterskandal Unter Aufsicht. Er spielte eine Rolle im James Bond-Film Die Welt ist nicht genug. So kann er sich getrost neben, Curd Jürgens, Klaus-Maria Brandauer, und Götz Otto in die Riege jener Schauspieler einreihen, die Seite an Seite mit 007 die Filmlandschaft packender gestalteten. Aber Rudolph hat noch wesentlich viel mehr auf der interpretatorischen Movie-Messlatte, als bloße stereotype Charaktere zu spielen. Das beweist der Mann von Sabine von Maydell in jedem kleinen TV-Film.



Anbieter: Ascot Elite Home Entertainment

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