Calcium Kid
Jimmy Connelly (Orlando Bloom) liebt sein London, seinen Job als Milchmann und eines ganz besonders: das Boxen. Nachdem er durch braven jahrelangen Milchkonsum ordentlich Calcium getankt und sich dadurch gestählt hat, haut er während eines Trainings den Profi Pete Wright k.o., der eigentlich gegen Jose Mendez hätte antreten sollen. In der Folge versucht der geldgierige Promoter Herbie Bush aus dem naiven Jimmy einen neuen Boxstar zu machen, der an Stelle von Pete Wright den Weltmeister Jose Mendez herausfordern soll. Dass Jimmy dem harten Business nicht wirklich gewachsen ist, ist ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht so ganz bewusst. Ein typisch britischer Film, lakonisch, mit zynischem Humor, der Boxer an sich rückt in den fokus, nicht die Action im Ring, wie es sonst so üblich ist. Der häufige gebrauch der Handkamera unterstreicht dabei den semi-dokumentarischen Stil:
Boxen hat gerade in England Tradition: obwohl die Wurzeln des beliebten archaischen Kampfsportes zum Programm der Olympischen Spiele des Altertums zurückreichen. Das Boxen war auch Bestandteil der altgriechischen Kampfspiele, der Pankration. Entartungen traten ein, als mit gegerbten Schlagriemen und Metalldornen bei Gladiatorenkämpfen im alten Rom geboxt wurde. Zeitweise übten Sklaven den Faustkampf aus, um die Kampfstärke ihrer Herren zu demonstrieren. Später zogen Berufsathleten von Stadt zu Stadt. Das moderne Boxen jedoch entstand im England des 16./17. Jahrhunderts, wo zu Beginn des 18. Jahrhunderts der Faustkämpfer James Figg dann erste Regeln aufgestellt hat. Als Besitzer einer Schaubude an der Oxford Road war Figg in Personalunion Promoter, Matchmaker, Trainer und fechter. 1719 wurde der „Father of Boxing“ erster offizieller britischer Champion, natürlich ohne Handschuhe und im Schwergewicht. Im Juni 1727 verteidigte er in seinem bedeutendsten Kampf gegen Ned Sutton den Titel als Meister von England. Heimkehrende II-Weltkriegs-heimkehrer popularisierten Boxen in Deutschland und erregten damit Aufsehen. 1920 wurde der erste Boxverband gegründet. Der 1977 geborene Orlando Bloom verbrachte 18 Monate am Set des "Herrn der Ringe", 18 Monate Neu Seeland. Obwohl es sicherlich hart für die gesamte Crew war, über so lange Zeit mit nur einem Projekt beschäftigt zu sein trug die harte Arbeit schließlich Früchte: Orlando hatte seinen Durchbruch. 2002 wurden "Ned Kelly", an der Seite von Heath Ledger, wo er den besten Freund des Protagonisten verkörpert, sowie "The Calcium Kid" (Drehort London) abgedreht, gefolgt vom höchst erfolgreichen Fantasy-Spektakel „Pirates of the Caribbean“ an der Seite von Johnny Depp. 2005 war Bloom mit seinen ersten Hauptrollen im Kino zu sehen - als Balian in „Kingdom of Heaven“, ebenfalls unter Scotts Regie, und zusammen mit Kirsten Dunst in „Elizabethtown“. Ab 2006 war der smarte Bloomvornehmlich mit den "Fluch der Karibik"- Teilen beschäftigt.
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