Masada
Masada
Nichts ist spannender als die Realität, auch wenn sie von Legenden umrankt wird, in diesem monumentalen Streifen in Serienform, mit einem Staraufgebot der Extraklasse: Polyband lanciert dieses packende Ereignis als komplette TV-Serie jetzt auf den Markt. Das geschichtliche Geschehen kommt in acht 45-Minuten-Folgen auf zwei DVDs daher. Nicht nur Sandalen-Filmfans begeisternd, das Stück leidliche historie, das auf dem Roman "Lorbeer für die Besiegten" von Ernest G. Kann basiert.
Die Felsenberg-Festung Masada, heute noch touristischer Magnet, diente Herodes als Zitadelle; als Zufluchtsstätte für den Fall, daß seine Untertanen ihn absetzten, und als Hort vor seiner Feindin Kleopatra, die oft gegenüber Marcus Antonius ihren Wunsch geäußert haben soll, das Königreich Ägypten bis nach Judäa auszuweiten. Im Jahre 66 n. Chr. eroberte eine kleine Gruppe von Zeloten die zu dieser Zeit von einer römischen Garnision besetzte Festung. Masada war der Schauplatz eines letzten Kapitels vor der Vertreibung der Juden. Einige Jahre nach Herodes' Tod (im Jahre 4 v. Chr.) kam es zum jüdischen Aufstand gegen die römische Besatzung. 66 nach Christus überraschte eine Gruppe von Zeloten die römische Garnison und nahm Masada ein. Rebellen aus verschiedenen politischen Gruppierungen siedelten sich auf dem Gelände der Festung an, besonders nach der Zerstörung des Zweiten Tempels durch Titus 70 n. Chr.
In den Jahren 70 bis 73 n. Chr., nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem, kämpften in Masada insgesamt 973 Zeloten gegen eine Übermacht von 15.000 römischen Legionären der X. Legion unter dem Befehlshaber Flavius Silva. Als der Anführer der Verteidiger Eleazar ben-Ya'ir, erkannte, daß ihr aller Ende nahe war, als die letzten Verteidigungswerke niedergebrannt waren, forderte er seine Gefolgsleute auf, der Sache absolut loyal zu bleiben, für die sie so lange und so tapfer gekämpft hatten. "Laßt uns lieber sterben'', rief er aus, ''als von unseren Feinden zu Sklaven gemacht zu werden, laßt uns von dieser Welt in Freiheit scheiden!''. Und so nahm ein kollektiver Selbstmord seinen lauf.
Regie führte Boris Sagal, Serien-Spezialist, der beispielsweise die kultig verbrämten Highlights wie Solo für O.N.K.E.L. oder Der Omega Mann kreierte, fast diese Legende zu einem obligatorischen und fiktiven Handlungsrahmen zusammen. Es wurde an den Original-Schauplätzen und in deren Umfeld produziert, gar mithilfe der israelischen Armee. Auch der legendäre Musical-Film „Jesus Christ Superstar“ wurde in und um Masada gedreht. Die moderne Adaption der Bibelgeschichte von 1973 provozierte damals wie auch heute noch heftige Diskussionen. Es kam die Frage auf, ob man Jesus in einer Rockoper wohl auftreten dürfe, in der er obendrein eine Liaison mit Maria Magdalena eingehe. Das ist hier authentischer, genau wie Hollywood-Ikone Peter O’ Toole: der ist nicht nur für Damen einen mehr als einen flüchtigen Blick wert.
Anbieter. Polyband Medien
