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Red Faction Guerrilla

Von: Peter Radomski

Die „Red Faction“ ist eine Untergrund-Rebellen-Organisation auf dem Mars. Der Rote Planet ist, nachdem die Erde nahezu vollkommen ausgebeutet wurde, zum wichtigsten Rohstoff-Lieferant avanciert. Dementsprechend skrupellos gehen die Söldnertruppen der EDF gegen alles auf dem Mars vor, das aus der Reihe zu tanzen versucht. Ein Besonderer Dorn in ihren Augen sind aufmüpfige Minenarbeiter. Sie werde gnadenlos von der technisch und zahlenmäßig übermächtigen EDF verfolgt und hingerichtet. Kaum auf dem Mars angekommen, werdet ihr unfreiwillig Teil der „Red Faction“. Da euer Bruder vor euren Augen von einer fliegenden EDF-Einheit eliminiert wurde, seid ihr allerdings hoch motiviert.
Euer Ziel besteht darin, Areal für Areal unter die Kontrolle der „Red Faction“ zu bringen. Dazu müsst ihr die Position und Motivation der Rebellen erhöhen und gleichzeitig den Einfluss der EDF in den jeweiligen Gebieten mindern. Die Karte zeigt euch eine offene Spielwelt mit sechs Gebieten. In den jeweiligen Gebieten gibt es verschiedene Stützpunkte, die eingenommen werden müssen und weiter Aktionsmöglichkeiten wie zum Beispiel Guerilla-Einsätze. Die einzelnen Missionen sind frei anwählbar und unterliegen keiner vorgegebenen Reihenfolge. Zusätzlich werdet ihr zwischendurch per Funk zu unregelmäßig auftretenden Notruf-Einsätzen gebeten, bei denen kleine Gruppen der „Red Faction“ unterstützt werden müssen. Während die Aufträge sich zu Anfang noch recht simpel gestalten und ihr lediglich Truppen im Kampf unterstützen müsst, oder einen Sendeturm zum einstürzen bringen sollt, präsentieren sie sich im weiteren Verlauf wesentlich komplexer. Ähnlich wie Bei „GTA 4“ bereitet ihr größere Aufträge mit kleineren Missionszielen vor, um letztendlich das eigentliche Ziel zu erreichen.
Das Schöne an „Red Faction Guerilla“ ist die Tatsache, dass ihr absolut alles im Spiel zerstören könnt. Sprengungen sind natürlich sehr effektiv, am meisten Spaß macht es allerdings Mauern, Türme oder ganze Gebäudekomplexe mit dem Vorschlaghammer zu pulverisieren. Dieses Zerstörungs-Feature wurde dabei so herrlich in Szene gesetzt, das man Stunden damit verbringen kann Mauerwerk kaputt zu schlagen ohne sich zu langweilen. Nützlich ist das Ganze auch noch, denn die zertrümmerten Objekte spucken bare Münze in Form von „Barschrott“ aus. Mit Hilfe des Schrotts, bauen euch findige Techniker auf eure Stützpunkten, nützliche Upgrades für Waffen, Minen oder Fahrzeuge.
Auch technisch kann „RFG“ auf ganzer Linie überzeugen. Der „Third-Person-View“ macht definitiv Sinn. Gerade bei der Zerstörung der Umgebung mit dem Hammer ist ein wenig optischer Abstand von Vorteil, damit man sehen kann in welche Richtung das Gebäude gerade einstürzt. Die einzelnen Polygonfiguren wurden detailliert in Szene gesetzt und die Mars-Texturen können sich ebenfalls sehen lassen. Die Möglichkeit sich frei zu bewegen und sich die Aufgaben selbst einzuteilen, vermittelt durchaus ein Gefühl von Freiheit, wenn man das als unterdrückter Rebell überhaupt so bezeichnen kann. Die variantenreichen Missionen, bei denen manchmal der Weg das Ziel ist, machen ebenfalls viel Spaß.

Fazit: Ein rundum gelungenes Sci-Fi-Abenteuer auf dem Mars mit toller Optik und abwechslungsreichem Gameplay.   

 

Red Faction Guerrilla
Genre: Action
Hersteller/Entwickler: THQ/Volition
System: PLAYSTATION 3/XBOX 360

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