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RAGE

 



Shooter, aus dem Hause id Software sind immer etwas Besonderes. Mit spielen wie Doom oder Quake haben sie über Jahrzehnte hinweg dieses Genre dominiert. Während ein neuer Doom-Teil erst für 2012 zu erwarten ist, bekommen wir mit Rage ein postapokalyptisches Endzeit-Spektakel präsentiert, das mit der neuen id Tech 5-Grafik-Engine, einem proklamierten Textur-Monster programmiert wurde.
Es war das Jahr 2029, als der Asteroid Apophis auf der Erde einschlug und den Großteil der Menschheit dabei vernichtete. Einige überlebten in abgelegenen Bergregionen, andere in Höhlen. Lediglich die Elite wurde in den Cryoschlaf versetzt, um eine neue Zivilisation zu gründen. Doch diese unterirdische Arche hatte einen Defekt und fast alle sind bereits seit Ewigkeiten tot, als unser Spielheld nach 100 Jahren aus seinem Kälteschlaf erwacht.
Rage, setzt auf eine frei begehbare Welt, einen Haupthandlungsstrang und eine Menge optionaler Sidequests. Da die Umgebung sehr weitläufig ist, sitzt man des Öfteren in fahrbaren Untersätzen. Die fühlen sich erstaunlich gut an und das, obwohl Fahrmissionen sich in First-Person-Shootern normalerweise eher wie auf Schienen spielen.
Die Gegner präsentieren sich taktisch gut geschult. Sie versuchen eure Position zu stürmen, sind aber auch klug genug, sich bei Bedarf zurückzuziehen, um auf Verstärkung zu warten. Es gibt viele verschiedene Banden und Gruppierungen. Dabei gehören die brutalen Elite-Squads der vermeintlichen Regierung mit ihren schwer gepanzerten Einheiten zu den anspruchsvollsten Feinden. Mit Elektroschild, Helm und Kevlar-Weste ausgestattet, machen sie dem Protagonisten ein ums andere Mal die Hölle heiß. Da trifft es sich gut, dass es mit Dynamit-Bolzen für die Armbrust oder Elektropatronen, zum deaktivieren der Schutzschilde, immer eine adäquate Lösung für das Problem gibt. Zielsuchende Wingsticks funktionieren wie ein Bumerang und sind in der Lage gleich mehrere Mutanten-Köpfe auf einmal abzutrennen.  
Die Steuerung präsentiert sich auch bei hektischen Gefechten punktegenau und zuverlässig. Das vermeidet Frust und macht Spaß. Hat man einen Auftrag erledigt, begibt man sich zum Auftraggeber zurück, um seine Belohnung zu kassieren. Genug Credits vorausgesetzt, kann man neue Waffen, Upgrades oder Baupläne für Hightech-Equipment erwerben. Explosive, fernsteuerbare Miniautos, Hypnose-Bolzen, Kraftverstärker oder Bandagen mit Sofortheilungseffekt sind entweder nützlich oder machen Spaß – meistens jedoch beides auf einmal. Die offene Welt beinhaltet lange Wege, was wiederum die Wichtigkeit der Fahrzeuge dokumentiert. ATVs, Dünenbuggys oder schwer gepanzerte Muscle-Cars machen durch ihre tolle Handhabung und Fahrphysik dabei den Weg zum Ziel. Vor allem, wenn ihr sie in Werkstädten mit Miniguns und anderem nützlichen Equipment ausstattet.
Die fantastische Optik von Rage, spiegelt sich sowohl in den Charakter- und Bewegungsanimationen wider, als auch in der aufwendig modellierten Umgebung.

Fazit: Das Endzeit-Spektakel punktet mit einer tollen Optik, einer butterweichen Steuerung und angedeuteten Rollenspiel-Elementen. Die offene Welt und die erstaunlich gut zu steuernden Fahrzeuge sorgen für eine Menge Abwechslung und Spielspaß, auch abseits der Schießereien. 

Rage
Genre: First-Person-Shooter
Hersteller/Entwickler: Bethesda/id Software
Spieler: 1-2 (offline) 2-4 (online)
USK: 18
System: PlayStation3/XBOX 360

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