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Need for Speed: Shift 2 Unleashed

Von: Peter Radomski

Mit „Shift“ hat EA die zahlenmäßig nach unten tendierende NFS-Fangemeinschaft wieder reanimiert. Etwas mehr in Richtung Simulation zu gehen und anstatt auf digitale Bunnies und Party-Atmosphäre auf realistische Strecken und gepflegte Tuning-Optionen zu setzen, war genau die richtige Entscheidung. „Shift 2 Unleashed“ verfolgt, diese Linie konsequent weiter und lässt Gamer mit Benzin im Blut auf 40 Kursen mit 100 Streckenvarianten ihrer Leidenschaft frönen.

120 Fahrzeuge, mit funktionalen Cockpit-Perspektiven und einem vollwertigen Schadensmodell sorgen für reichlich Abwechslung. Die Strecken sind weitgehend die Selben geblieben. Neuzugänge, wie die Stadtkurse von Shanghai und Miami, sowie die australische Bathurst-Strecke fügen sich nahtlos ein. Die verschiedenen Tageszeiten verstehen es den gleichen Kurs grafisch vollkommen neu erscheinen zu lassen. Brennende Mittagshitze, atmosphärische Sonnenuntergänge oder packende Nachtfahrten mit herrlich animiertem Scheinwerferlicht erfreuen das spielende Auge.

Der variable Schwierigkeitsgrad erlaubt es vollblinden Casual Gamern genauso sicher über den Asphalt zu pflügen, wie stahlharten Profis. Bremsassistenten, Traktionskontrollen und Ideallinien machen’s möglich. Das Schadensmodell kann man als rein optisches Feature einstellen oder auch mit Einwirkung auf das Fahrverhalten. Letzteres ist allerdings den Profis vorbehalten, denn wer eine Ideallinie und Bremsassistenten zum Fahren benötigt, dem würde es Tränen in die Augen treiben, kurz vorm Ziel, von einem rabiaten Kontrahenten in die Leitplanke gestoßen zu werden und mit einer gebrochenen Achse am Straßenrand zu stehen.

Grafisch kann man zwar nicht in die Sphären eines „GT5“ oder „Forza“ vorstoßen aber dafür macht „Shift 2 Unleashed“ andere Sachen besser als die Konkurrenz (siehe Fazit)

Die ausgedehnten Tuning- und Upgrade-Funktionen lassen kaum Wünsche offen. Allerdings muss man erst einmal einige Erfolge vorweisen, bevor man auf die meisten Sachen zugreifen darf. Es macht einen Heidenspaß, aus einem normalen Straßenfahrzeug einen vollwertigen Rennwagen zu bauen.

Fazit: „Shift 2 Unleashed“ macht fast alles richtig. Ausreichend Strecken und Fahrzeuge, eine ansprechende Optik und genug Umfang um Spieler langzeitlich ans Pad zu fesseln, sind gewährleistet. Die Grafik, kommt wie erwähnt nicht ganz an die Genrekonkurrenz heran, dafür sind die Nachtfahrten bei „Shift 2“ gegenüber „GT5“ um längen voraus. Wenn die Xenon-Scheinwerfer die Strecke erhellen und dicht auffahrende Wagen einen Schatten des eigenen Boliden nach vorne werfen, kommt echtes Racing-Feeling auf. Was das optische Tuning angeht, zieht Sony’s exklusiv Titel auch den Kürzeren. Selbst Forza muss im Vergleich zu den bei „NFS“ vorhandenen Optionen die Segel streichen. Atmosphärisch hat „Shift“ ebenfalls die Nase vorn. Der Herzschlag und die verschwommene Sicht bei Kollisionen tragen extrem dazu bei, ebenso wie die Funkkommentare des Teams.

 

Genre: Rennspiel

Hersteller/Entwickler: EA/Slightly Mad Studios

Erscheinungstermin: bereits erhältlich

USK: ab 6

System: PS3/XBOX 360

 

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