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Need for Speed: Hot Pursuit

Von: Peter Radomski

„Back to the Roots“ – möchten man rufen im anbetracht des jüngsten „Need for Speed“ Ablegers. Nachdem selbst die treueste Fangemeinde keine „Underground“ und „Undercover“ Titel mehr sehen wollte, hat man mit dem Vorgänger „Shift“ wieder einen richtigen Senkrechtstart hingelegt. Die Erwartungen an die „Burn out“ Experten von Criterion, die sich erstmals mit „NfS“ beschäftigt haben, waren dementsprechend hoch. Die Tatsache, dass wieder spektakuläre Verfolgungsjagden mit der Polizei, die mit Nagelbrettern, Straßensperren und Hubschraubern zu Felde rücken in den Vordergrund treten, macht vor allem die Fans der ersten „Need for Speed“ Stunden glücklich, denn genau das ist es, was die Serie früher immer ausgemacht hat.

Auf einem Streckennetz von 200 km dürft ihr euch ohne große, hippe Story (was überhaupt nicht stört) im freien Modus an die recht schwer wiegende Fahrzeuge und deren Handling gewöhnen. Fühlt man sich bereit in den Ernst des Raser-Lebens einzutauchen, startet man die Kampagne und steigt dort entweder zum meistgesuchten Verkehrs-Terroristen oder zum ultimativen Rekord-Raser-Besieger als Cop auf.

Die Strecken sind recht simpel gehalten. Kaum scharfe Kurven, und einige Abkürzungen, garantieren, dass sich der Fahrer auf das Wesentliche konzentrieren kann: Vollgas und ab durch die Mitte. Der Blechschaden ist der ständige Begleiter. Egal, ob er’s sich um Kontrahenten oder aggressive Cops handelt, es wird gedrängelt und geschubst. Musste man früher den ebenfalls vor PS-strotzenden Polizeiwagen allein durch fahrerisches Können und Nitro-Einspritz-System entkommen, kann man bei „Hot Pursuit“ die gleichen fiesen Tricks anwenden. Nagelbretter und EMP (Elektromagnetischer Impulse) schmecken weder der Polizei, noch euren Konkurrenten.

Die Hochgeschwindigkeits-Cops fahren die gleichen Rennboliden wie die Verkehrschaoten, so besteht absolute Chancengleichheit. Sie gehen nach einiger Zeit sehr aggressiv vor und präsentieren so eindrucksvoll das schöne Schadensmodell – da sind die Entwickler von Criterion ja wahre Meister ihres Fachs. Natürlich sind von Audi, BMW und Mercedes über Porsche bis hin zu Lamborghini alle Fabrikate mit ihren PS-Monstern vertreten. Wie erwähnt verfügen die Cops über das gleiche Material, wobei einige Fahrzeuge als Polizeiwagen extrem krass aussehen. Grafisch gibt es nichts zu meckern, der Bildablauf ist trotz seiner 30 statt 60 Bildern pro Sekunde konstant stabil, die Boliden sind erwartet detailliert und die ländliche Umgebung schön anzusehen. Verschiedene Witterungen und wechselnde Tageszeiten tauchen die Selben Gebiete in immer neue Farbpaletten.

Online geht es gegen bis zu 7 menschliche Gegner ordentlich zur Sache. Auch nett, ist das „Freunde-Feature“. Ihr könnt jederzeit die Zeiten eurer Freunde abrufen und diese mit Herausforderungen aus der Reserve locken.

Fazit: Criterion hat alles richtig gemacht. „Hot Pursuit“ ist ein Revival, dass alten „Need for Speed“ Hasen Freudentränen in die Augen treibt. Vergesst die hüpfenden Bälle, übercooler Tuning-Girls, vergesst die übermotivierten Hip Hop Sprüche schlecht frisierter Freaks, Bei „HP“ wird Blechschaden in Tonnen produziert. Einsteigen, abfahren Spaß haben

 

Genre: Rennspiel

Hersteller/Entwickler: Electronic Arts/Criterion

System: PS3/Xbox 360

USK: ab 12

ET: bereits erhältlich

 

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