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Little Big Planet 2

Von: Peter Radomski

Der zweite Teil von „LittleBigPlanet“ erhält sämtliche Elemente des Vorgängers, die gleiche Steuerung und die gleiche Einteilung der drei Grundkonzepte „Play“, „Create“ und „Share“. Diese Information ist für alle LBP-Fans wichtig, denn damit ist auch die Spielbarkeit der „alten“, selbstgebauten Level gewährleistet. Dank der Tatsache, dass die neue Engine auch die älteren Kreationen grafisch aufbohrt, werden sich viele Konstrukteure gerne wieder ihrer ersten Liebe widmen. Aber wir reden hier ja nicht von Frauen, sondern von Videospielen, deshalb ist es auch okay, erstmal etwas mit der Neuen rum zu machen.

Die Neue hat durchaus ihre Vorzüge. Obwohl da optisch kaum noch etwas zu verbessern war, haben die Entwickler es geschafft, dass die Materialien aus der die Welt besteht, noch realistischer aussehen. Auch der Spielfluss der mitgelieferten Level hat sich deutlich verbessert. Eine Sprachausgabe und herrliche Zwischensequenzen spinnen eine wesentlich dichtere Story und verstärken so das Band zwischen Sackboy und Spieler auf ganz subtile Weise. Allein der überdimensionale Staubsauger zu Beginn, der Bauteile, Kostüme, Sticker und ganze Levelkreationen in seinen heulenden Schlund saugt, sorgt für Staunen und offene Münder. Nur der Sackboy entkommt dem Sauger namens Negativitron. Gerettet wird er von Larry da Vinci, einem Levelarchitekten, der einer Allianz von Kollegen angehört und den Sackboy dazu animieren möchte deren Welten zu bereisen. Jede dieser Welten steht unter einem anderen Motto, samt dazu gehörigem Bastelmaterial.

Mit dem Zug geht es dann weiter in die Bäckerei von Porzellanpüppchen wo Törtchen mit Hilfe eines Krafthandschuhs durch die Gegend geworfen werden wollen. Auch hier gibt es ein neues Material: den Schleim. Danach geht es zu Clive dem weinerlichen Notizblock, zu Wackel-Elvis, bei dem es einige Fahrzeuge wie den Kontrollinator-Stuhl, die Killerkarnickel, Laserkamele oder Bienenraumschiffe zu entdecken gibt, bevor man im verrückten Kosmos von Professor Higginbotham landet. Hier setzt man die gelernten Fähigkeiten gegen den Negativitron ein. In der grünen Hölle der Apfeldame Eve muss der brennende Wahnsinn der Patienten mit gezielten Wasserstrahlen aus dem Kreatinator-Helm gelöscht werden.

Das spielt sich genauso verrückt, wie es sich anhört und sieht unglaublich gut aus. Fotorealismus-Pur.

Fazit: Im Anbetracht der schier grenzenlosen Möglichkeiten, die dem Spieler gegeben werden sich eigene Welten zu kreieren und auf zahllose von anderen kreierte Level zugreifen können macht LBP2 zu dem wohl aufwendigsten und „längsten“ Jump’N’Run Adventure aller Zeiten. Wenn man versteht, dass die vorgegebenen Level nur die Anregung und Anleitung zum eigentlichen Spiel, der Kreation, sind kann man theoretisch bis in alle Ewigkeit damit Spaß haben. Die vielen coolen Ideen, die liebevollen Charaktere und die grandiose Optik können auf ganzer Linie überzeugen.

 

Genre: Jump&Run-Adventure

Hersteller/Entwickler: Sony Comp. Ent./Media Molecul

Erscheinungstermin: 21. Januar

USK: ab 6

System: PlayStation 3

 

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