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HALO 3 ODST

Von: Peter Radomski



Als alter Halo-Hase freue ich mich über alles was nur im Entferntesten mit diesem Universum zu tun hat. Und obwohl der Masterchief zum ersten Mal nicht die Hauptrolle, genau genommen gar keine Rolle, spielt, versteht mich ODST zu begeistern. Die Geschichte der „Orbital-Drop-Shock-Troopers“, bei deren Landung im von Allianz-Einheiten nahezu restlos zerstörten New Mombasa fast alles schief geht, wird dramaturgisch erzählt und packend inszeniert. Als Spieler wird man, auch wenn man nach etlichen Halo-Teilen alles andere als das ist, als Rookie ins Szenario geschickt. Von seiner Gruppe getrennt, schlägt sich der Protagonist durch die Hochhausschluchten, immer auf der Suche nach seinen Team-Mitgliedern. Finden wird er allerdings nur bestimmte Gegenstände seiner Squad. Hat er diese erreicht, spielt er sozusagen im Rückblick, das was der andere Trooper erlebt hat. So entsteht ein Wechselspiel aus Solo-Missionen innerhalb des zerstörten New Mombasa und den eigentlichen Missionen, die im Rückblick erlebt werden, wobei sich die offiziellen Missionen wesentlich action-orientierter präsentieren. Interessant sind die Solo-Abschnitte trotzdem, denn man kann den Allianz-Truppen auch aus dem Weg gehen, wenn man möchte. Ist die Munition oder Lebensenergie knapp, schleicht man sich hinter ein paar Autowracks im Rücken des Gegners vorbei zum nächsten Checkpoint. Hat man Lust auf offene Konfrontation, eröffnet man das Feuer. Hat man sich für den Kampf entschieden, kann man vorher die für sich beste Angriffsvariante auswählen. Sicher darf man sich dennoch nicht fühlen, denn Sniper können sich überall verstecken. Plötzlich anfliegende Landungsschiffe der Allianz stellen ebenfalls eine omnipräsente Bedrohung dar. Dank des neuen „VISR“-Nachtsichtmodus, hat man auch in den dunklen Straßenzügen steht’s den richtigen Durchblick. Die Sicht wird nicht nur deutlich aufgehellt, sondern alle Objekte auch digital umrandet. Während normale Objekte grün umrandet sind, Missionsobjekte hellgrün, erscheinen Feinde rot umrandet und Waffen blau. So entgeht einem praktisch nichts. Die Hauptmissionen präsentieren sich sowohl spielerisch als auch optisch abwechslungsreich. Mal infiltriert man als Team Gebäudekomplexe, mal säubert man mit Warthogs oder Scorpion-Panzern weitläufige Außenareale, verteidigt Landeplattformen mit stationären Raketenwerfern oder wagt sich tief in die unteren Regionen von New Mombasa. Die Steuerung ist perfekt wie immer, das Setting tadellos und obwohl die Optik im vergleich zu einem indizierten Microsoft-Titel und „Resident Evil 5“, nicht mehr ganz State of the Art ist, gibt es grafisch nichts zu bemängeln. Unerreicht bleibt die KI der Gegner, die sich immer anders verhalten, so dass die Gefechte niemals gleich ablaufen.

Fazit: Halo 3 ODST ist eine sinnvolle Ergänzung zum Halo-Universum, das sowohl optisch als auch spielerisch zu überzeugen versteht. Die perfekte Steuerung und die abwechslungsreichen Missionen machen Spaß und locken zum mehrmaligen durchspielen.          

 

Halo 3 ODST
Genre: Egoshooter
Hersteller/Entwickler: Microsoft/Bungie
System: XBOX 360

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