LOOP E-Journal

Hier Ansehen »

LOOP lesen

Driver: San Francisco

Von: Peter Radomski

Mit „San Francisco“ kehrt „Driver“ zu seinen Wurzeln zurück – zumindest, was die Tatsache angeht, dass der Spielablauf ausschließlich in Fahrzeugen stattfindet. Kurztripps zu Fuß gehören damit der Vergangenheit an. Das tragende Spielelement beim neuen „Driver“ ist das „Shiften“. Diese Fähigkeit den eigenen Körper zu verlassen und in den eines anderen (Fahrers) zu wechseln, liegt ganz einfach in der Ursache begründet, dass der Protagonist John Tanner nach einem schweren Unfall zu Beginn im Koma liegt und praktisch das ganze Spiel in seinem Unterbewusstsein stattfindet.

Warum und wie realistisch das ist, braucht uns an dieser Stelle nicht zu interessieren, die Hauptsache es funktioniert und das tut es, sowohl technisch als auch vom Gameplay her. Per Knopfdruck gleitet man aus seinem Alter Ego und schwebt über den Straßen, bzw. dem Stadtteil, um in andere Fahrzeuge oder zu entfernten Locations zu switchen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man sich jederzeit ein neues/schnelleres/unversehrtes Fahrzeug schnappen kann, es bedeutet vor allem, dass man bei Verfolgungsjagden oder anderen Missionen in den Gegenverkehr shiften kann, um mit dem Zielfahrzeug einen Frontalaufprall zu provozieren oder mit einem riesigen Sattelschlepper gleich eine ganze Straße zu blockieren. Die Möglichkeiten das Shiften universell einzusetzen sind schier grenzenlos. Bei den vielen lizenzierten Fahrzeugen, die vom Audi TTRS bzw. RS6 über Ruf-Porsche bis zu monströsen Muscle-Cars reichen, ist es eine wahre Freude wann und wo immer und vor allem, so oft man will das Fahrzeug wechseln zu können. Das Interessante daran ist, dass Tanner in die jeweiligen Fahrer switched ohne das eventuelle Beifahrer etwas davon mitbekommen. Das ruft eine Menge lustiger Dialoge hervor, ebenfalls eine der Stärken von Driver.

Die Aufträge präsentieren sich abwechslungsreich. Mal muss man ein Checkpointrennen absolvieren oder Verfolgungsjagden, entweder im Polizeiwagen oder dem Fluchtauto. Es gibt Höchstgeschwindigkeitsabfragungen unter Zeitdruck oder Stunteinlagen, die gefilmt werden müssen und viele andere einfallsreichen Aufgabenstellungen. In Garagen und Shops schaltet man neue Fahrzeuge und Upgrades wie Nitro oder aufladbare Rammgeschwindigkeit frei.

Die Optik präsentiert sich tadellos. Detaillierte Straßenzüge, sauber animierte Autos und viele Fußgänger (weichen immer rechtzeitig aus), zeichnen ein lebendiges Stadtbild.

 

Fazit: „Driver: San Francisco“ macht unglaublich Spaß. Die tolle Optik, das tadellose Gameplay und die zum Teil sehr lustigen Dialoge motivieren bis in die Haarspitzen. Das Shiften ist ein geniales Feature und die vielen verschiedenen Aufträge werden nie langweilig.

 

Genre: Rennspiel

Hersteller/Entwickler: Ubisoft/Ubisoft Reflections

USK: ab 12

VÖ: bereits erhältlich

System: PS3, XBOX 360

 

Kommentar hinzufügen