Blur
So richtig viel konnte man sich unter „Blur“ nach den ersten Screenshots nicht vorstellen. Ja cool, noch ein Rennspiel, sieht ein Bisschen aus wie „Burnout“ oder „Grip“. Die Bekanntgabe der ersten Features bzw. des Einsatzes von Elektroshocks, Minen, Turbos und Schilden wie bei „Mariokart“ oder „Wipeout“, machten die Skepsis nur größer. Als die Einladung zum Beta-Test herein geflogen kam, konnte nicht mit allzu viel gerechnet werden. Umso schöner ist die Erkenntnis, dass die ausgeprägten Videospielsensoren auch mal falsch liegen, denn „Blur“ macht unglaublich viel Spaß. Obwohl mit originalen Marken von Audi bis Ford gefahren wird, darf man hier weder Simulationsanspruch noch korrektes Schadensmodell erwarten. Das möchte „Blur“ auch gar nicht vermitteln. Hier geht man mit 20 Fahrzeugen auf die Strecke und beharkt sich mit seinen Kontrahenten, versucht sie in die Leitplanke zu drücken oder sich durch den Einsatz der zahlreichen Items einen Vorteil zu verschaffen. Zwar fliegen hier keine Schilfkrötenpanzer durch die Gegend, auch keine Bananenschalen, doch der Vater des Spielgedankens ist schon vergleichbar mit dem Mariokart-Konzept. Gefighted wird mit Elektroshocks, mit treffsicheren Suchraketen, fiesen Minen, Schutzschilden und vielem mehr. Die Steuerung ist simpel, die Streckenführung ebenso – alles ist auf den Einsatz der Items und damit dem schadenfrohen Gefühl, dem anderen eins ausgewischt zu haben verbunden. Gefahren wird in diversen Fahrzeugklassen. PS-strotzende Kleinwagen wie der Ford Focus RS oder Roadster wie der Audi TTRS, messen sich auf der Strecke mit Muclecars, SUVs oder gar Kleintransportern. Schanzen, Abkürzungen und zerstörbare Objekte machen aus der Hatz nach Platzierungen und Items eine nervenaufreibende Blechschlacht. Je besser die Platzierung, je spektakulärer der Sieg errungen wurde, desto mehr Fans habt ihr. Wer viele Fans hat ist berühmt und wer berühmt ist verdient viel Geld. Neben den „Alle-gegen-alle-Kämpfen“ könnt ihr im Solo-Karriere-Modus auch bestimmt Aufgaben absolvieren. Wie bei allen Funracern, entfaltet sich der volle Spielspaß erst beim Kampf gegen menschliche Gegner. Es macht halt unglaublich Spaß, seinen Kontrahenten kurz vor der Ziellinie mit einer Rakete abzuschießen, oder die Aufschreie der Minenopfer durch das Headset zu hören.
Fazit: „Blur“ ist ein absoluter „Funracer“. Die Optik ist ordentlich, die Steuerung tadellos und der Funfaktor extrem hoch.
Blur
Genre: Funracer
Hersteller/Entwickler: Activision/Bizarre Creations
System: PS3/XBOX 360

