Assassin's Creed II
Spektakuläre Fortsetzung des Action Adventures
Es ist immer schön zu sehen, wenn sich Entwickler die Kritik der Presse
und Spieler zu Herzen nehmen und versuchen, diese in den Sequels umzusetzen.
Im Anbetracht dessen lassen die Entwickler von „Assassin’s Creed 2“ ihr Prequel
zu einem reinen Tech-Demo verkommen, so viel besser ist der zweite Teil. Und wir
reden hier ja immerhin von einem absoluten Top-Titel mit spektakulärer Optik,
perfekten Bewegungsanimationen, nur halt einem etwas eintönigen Spielablauf.
Schauplatz ist dieses Mal die Toskana der Renaissance, die zwischen den Städten
Venedig, Florenz und Rom liegt. Ezio Auditore da Firenze ist Sohn einer wohlhabenden Familie, die 1476 in Florenz Opfer einer Intrige wird. Um seinen Rachedurst zu stillen, stellt er Nachforschungen an, die ihn durch ein ausgewogenes, abwechslungsreiches und hervorragend animiertes
Italien führen. Nach einer detaillierten Einführung in Ezio’s Bewegungsrepertoire
und seine speziellen Fähigkeiten, die von Kletterkünsten über Schwertkampf-Skills
bis hin zu Diebstahl– und Tarnmechanismen reichen, wird sein Leben durch den
schicksalsschweren Schlag innerhalb der Familie von einem auf den anderen Tag
auf den Kopf gestellt. Da das Leben auch im 15. Jahrhundert nicht umsonst war
und weder der Schmied neue Rüstungselemente und Waffen herstellt noch die Freudenmädchen ihre Dienste zum Nulltarif verrichten, benötigt der Protagonist
Einkommensquellen. Diese sind recht vielfältig, so rächt er gerne die Ehre betroge- ner Ehefrauen oder verdingt sich als Kurier oder Meistersprinter.
Lukrativ ist auch das Abfangen von Boten seiner Feinde, die meist mit einer dicken Börse ausgestattet sind. Die Haupteinnahmequelle für Ezio besteht allerdings im Tourismusgeschäft. Vom Landsitz seines Onkels aus bringt er mit seinen Devisen die angrenzende Stadt in Schwung, baut in mehreren Stufen den Kunsthandel, das Schmiedehandwerk, die Kirche und die Prostitution aus.
Auch die Haupt- und Nebenmissionen können sehr lukrativ sein. Das Ausschalten
von Zielpersonen oder Verfolgungsjagden innerhalb eines bestimmten Zeitlimits
sind nicht nur spaßig, sondern lohnen sich auch finanziell. Die Städte waren schon
beim Vorgänger stark frequentiert. Nun pulsiert in ihnen das Leben, dass es eine
reine Freude ist. Bestechliche Herolde verkünden der Menge Nachrichten, leichte
Mädchen bieten ihre Dienste an, Händler ihre Waren feil und geldgierige Barden
behelligen uns an allen Ecken. Behelligen - und zwar penetrant - können uns auch
die vielen verschiedenen Wachen und Soldaten. Einige sind schnell und wendig,
folgen Ezio über die Dächer, andere sind schwer gepanzert und nur mit speziellen
Kontermoves zu besiegen. Parallel dazu haben sich aber auch die Fähigkeiten des
Hauptdarstellers erweitert. Er kann seine Gegner nun entwaffnen, ihnen Sand in die
Augen werfen oder Rauchbomben einsetzen, um Instant-Kills zu vollführen oder die
Flucht zu ergreifen.

