Animal Crossing
Der mittlerweile dritte Teil der Serie fügt sich nahtlos in die Reihe seiner Ahnen ein und kommt mit wenigen, aber sinnvollen Neuerungen daher. Fangen wir da an, wo alles begann...
Titel: Animal Crossing: Let's Go to the City
Genre: Simulation
Hersteller/Entwickler: Nintendo/Nintendo
System: Wii
USK: frei ohne Altersbeschränkung
„Animal Crossing: Let's Go to the City“ ist da.
Der mittlerweile dritte Teil der Serie fügt sich nahtlos in die Reihe seiner Ahnen ein und kommt mit wenigen, aber sinnvollen Neuerungen daher.
Fangen wir da an, wo alles begann:
2002 auf dem Gamecube.
Der erste Teil auf Nintendos Spielewürfel war der Grundstein für den Erfolg der Reihe.
Man erstellte sich einen Charakter und ließ ihn in eine Stadt voller knuddeliger Tierchen einziehen, um fortan sein Haus, seinen Garten und seine Nachbarn auf Vordermann zu bringen. Nebenher wurden Insekten und Fische gefangen, Fossilien ausgegraben, Bäume gepflanzt und gefällt und jede Menge Einrichtungsgegenstände, Kleidungsstücke, sowie nützliche Gerätschaften gesammelt, getauscht und verkauft.
Die DS-Variante „Animal Crossing Wild World“ kam im Jahre 2005 und erweiterte die Möglichkeiten mit der Nintendo-Wi-Fi-Connection noch einmal um das Feature, dass man nun „fremde“ Animal-Crossing-Städte besuchen konnte.
Bei anderen DS-Besitzern „zu Besuch“ konnte man die gesamte Stadt erkunden, mit den NPCs reden, Gegenstände tauschen, oder kaufen und per Textchat – mühseelig, aber immerhin – mit dem Gast, oder Gastgeber reden.
Und wie sieht Animal Crossing heute auf der Wii aus?
Wie eine Kreuzung der beiden Vorgänger.
Zum Glück bekam „Let's Go to the City“ die Grafik der Gamecube-Version und die Online-Fähigkeiten der DS-Variante spendiert.
Dabei verfügte schon die Version für den Spielewürfel über die Möglichkeit, die eigene Stadt und die eigenen Charaktere auf einer Speicherkarte zu einem Freund mitzunehmen und so andere Städte auf dessen Speicherkarte kennenzulernen.
Einen ganz großen Pluspunkt hat die Wii-Version bei mir bekommen, als ich das Spiel zum ersten Mal eingelegt habe.
Dann nämlich kam die Frage, ob ich quasi von Null anfangen, oder ob ich den Umzugsservice in Anspruch nehmen möchte, um meinen DS-Charakter zu kopieren.
Das nenne ich mal Support.
So beginne ich mein neues Leben in „Animal Crossing“ zwar immer noch, wie für die Reihe typisch, als hochverschuldeter Gehilfe bei Ladenbesitzer Tom Nook, habe aber bereits alle Items, die ich in der DS-Version freigespielt habe, zur Verfügung.
Den Umzugsservice vom DS-Modul in den Speicher der Wii zu nutzen ist äußerst simpel und benötigt weniger als zwei Minuten.
Dann gestaltet sich das Spiel, wie man es von den Vorgängern gewohnt ist.
Einzug in eine neue Stadt. Niemand kennt uns, wir benötigen ein Dach über dem Kopf.
Ab ins Rathaus, danach suchen wir uns ein Haus aus, für das wir einen Kredit beim lokalen Allesverkäufer Tom Nook aufnehmen.
Der gibt uns – als Starthilfe und sozusagen auch als Tutorial – einen Hilfsjob, der meist mit Botendiensten und kleinen Werbeaktionen schnell abgearbeitet ist.
Dann endlich können wir loslegen und Geld verdienen.
Wie im wahren Leben, dreht sich auch in „Animal Crossing“ alles ums liebe Geld.
Nur wer genug Geld hat, kann sich sein Häuschen vergrößern und verschönern, schicker einrichten und wichtige Items, wie Schaufel, Gießkanne, Axt, Angel, oder Kescher kaufen.
Schließlich wollen wir uns ja in diesem Spiel entspannen!
Also ab an den Fluß, den See, oder das Meer um zu angeln.
Dabei spielen Art des Gewässers (Süß- oder Salzwasser) und auch die Jahreszeiten eine wichtige Rolle, was wir aus dem kalten Nass fangen.
Nicht nur bei Angelwettbewerben, versucht man besonders seltene und besonders große Exemplare zu fangen.
Gleiches gilt für Insekten. Oder für die Fossilien, die man ausgräbt.
Man will sie alle haben!
Ohne Ausnahme.
Und genau das macht den Reiz von „Animal Crossing Let's Go to the City“ aus.
Schließlich ist die Sammelwut des Homo sapiens nicht zu bremsen.
Fazit:
„Animal Crossing: Let's Go to the City“ ist – zugegebener Maßen - ein spezielles Spiel. Wer aber dem knuddeligen Look, der brabbelnden Sprach – die man Gott sei Dank auch abschalten kann – etwas abgewinnen kann und dem Spiel eine Chance gibt, bekommt eine herrlich einfache Lebenssimulation zum Entspannen. Langzeitmotivation bieten das WiiSpeak-Feature, die Online-Modi und die unzähligen Sammelmöglichkeiten.

