Horsemen

Serienmörder? Immer einen packenden Film wert, besonders, wenn die obskure christliche Mythologie das blutige geschehen speist. Unvergeßlich beispielsweise Kevin Spacey in David Finchers desolatem Kultthriller, der sich an den siebenen Todsünden orientiert, oder der psychopatische Killer in „Blutmond“, er ließ sich von einem William-Blake-Gemälde, das den Großen Roten Drachen aus der Johannes-Offenbarung porträtiert, inseinen Morden leiten. Nun sind es Jonas Åkerlunds „The Horsemen“, jene teuflischen Reiter der Apokalypse, die für irdisches Ungemach sorgen.

Schauspieler Dennis Quaid erlebt als ausgebrannter Detective bei einer biblisch motivierten Mordserie seine Apokalypse persönlicher Art. Bei der Hatz nach einem Serienmörder, der sich die vier apokalyptischen zur Vorlage genommen hat scheint der frustrierte Witwer sich die Zähne auszubeißen, denn die Ermittlungen gestalten sich alles andere als einfach. gedacht. In dem düsteren Thriller gibt die 80iger Jahre –Ikone  Dennis Quaid den Cop Aidan Breslin, am Tod seiner Frau zerbricht, ihn durch seinen Dauereinsatz und die beiden Kids vernachlässigt. Es gibt auch eine Verbindung zwischen seiner Vergangenheit und den jetzigen Opfern. Je tiefer er in den mysteriösen Fall versinkt, umso bestialischer wird das Motiv. Es sind die vier recken der Apokalypse, Leid, Krieg, Weltuntergang und Seuchen, wohin die bluttriefenden Spuren letztlich hinführen, hätte er sich in seinen kühnsten Alpträumen nicht denken lassen…

Spannend, authentisch, brillant bebildert in düstere, monochrome Farben. Und US-Spielfilm-Ikone Dennis Quaid beweist einmal mehr, dass er noch der Altprofi, ein Star sein kann. Die vier apokalyptischen Reiter beschreibt  die Bibel im 6. Kapitel der Offenbarung des Johannes als Boten des nahenden Weltuntergangs, so wie ihn Die „Zeugen Jehovas“ gerne alle paar Jahre wieder thematisieren. Das Buch der Offenbarung ist wie das Drehbuch eines SF-Films. Es führt den Betrachter in die letzten Jahre des menschlichen Zeitalters zu versetzen. Gemeint ist die Zeit unmittelbar vor dem Anbruch einer neuen Ära, wenn der Messias auf die Erde zurückkommen wird, um unserer von Krisen geschüttelten Welt endlich dauerhaften Frieden zu bringen. Die moderne Theologie glaubt jedoch nicht mehr so recht daran. Und das ist auch gut so. Der 21. Dezember 2012 wird gerne als Weltuntergangs-Prophezeiung genannt, geht man von den Berechnungen der Maya aus. Dies ist die Grundlage des Hollywood- Blockbusters von Roland Emmerich, der dieses apokalyptische Szenario gigantisch in einem atemberaubenden Film namens „2012“ visualisierte, der bald auch auf DVD und Blu Ray zu haben ist.



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